DIY

Sukkulenten & Kakteen mit Wasserfarbe malen

8/08/2017


Ach, ich liebe einfach Semesterferien. Endlich in den Tag hineinleben und für sich selbst Zeit haben. Momentan bin ich ein bisschen verliebt in Wasserfarben. Und in Sukkulenten. Und in Kakteen. Eigentlich alles, was mit Pflanzen und Malen zu tun hat. :D Deshalb mache ich auch seit Tagen nichts anderes, als Malen. Zwischendurch gehe ich vielleicht auch mal raus. Aber hauptsächlich male ich.
Heute möchte ich euch deshalb eine kleine Anleitung zeigen, wie ihr selbst Sukkulenten und Kakteen mit Wasserfarbe malen könnt. Damit ihr selbst in den Genuss von langen Mal-Sessions kommt. Fürs Malen muss man nämlich kein angeborenes "Talent" haben. Ich bin der festen Überzeugung, dass JEDER malen lernen kann.

Ihr braucht erstmal natürlich einen Kaffee, wahlweise Tee. Aber Kaffee ist besser. ;) Wasserfarben gibt es schon relativ günstig bei Amazon oder auch bei Rossmann, Müller usw.


 Von Vorteil ist es auch einen Sukkulent zu Hause zu haben, der euch freiwillig Modell steht. Meiner hat ziemlich gut still gehalten, damit ich ihn in Ruhe abzeichnen konnte. 
Schaut euch mal Pflanzen ganz genau an. Sukkulenten bestehen eigentlich nur aus ein paar sehr groben Formen, die zusammengesetzt werden. Und so muss man auch beim Zeichnen herangehen. Form an Form. Knubbel an Knubbel. Stachel an Stachel. Ganz schön simpel gestrickt diese Sukkulenten.












Wie ihr oben seht, habe ich das Bild ganz langsam aufgebaut. Setzt Form an Form, dann kann eigentlich nichts schief gehen. Schaut euch auch auf Pinterest & co. ein paar Vorlagen an. Geschwungene Formen, in verschiedenen Größen sehen natürlicher aus. Überlappt ein paar Sukkulenten, damit Tiefe entsteht (uhhh Tiefe...das klingt professionell...^^). Ich würde die Vorzeichnungen mit Bleistift übrigens nur sehr leicht machen (habe ich hier nicht, damit ihr die Linien besser sehen könnt. Dafür habe ich meine Linien dann ganz leicht wegradiert).

Und dann gehts schon ans Rummatschen....Kolorieren klingt schöner, aber zu Beginn ist es vielleicht wirklich nur Rummatschen. Man sollte nicht zu viel Wasser nehmen, sonst überschwemmt man das ganze Bild. Übt am besten vorher auf einem separaten Papier.


Hier ein kurzer Zwischenstand....nach und nach habe ich dann noch ein bisschen mehr Sukkulenten hinzugefügt. Sukkulenten sind halt richtige Herdentiere...bzw. Herdenpflanzen.

Interessanter wird das Bild, wenn ihr verschiedene Arten von Pflanzen kombiniert. Da Sukkulenten sich auch gerne mal Rosa und Lila in der Sonne färben, muss man nicht nur bei den typischen Grüntönen bleiben.

Denkt daran: Details erst einzeichen, wenn die Farbe gut getrocknet ist, sonst verlaufen die verschiedenen Farben ineinander. Mit ein paar Strichen kann man ganz einfach Stacheln andeuten. :) 

Ich hab dann noch die fertige Zeichnung mit einem braunen Buntstift umrandet. Muss man nicht machen, nur wenn man mehr Definition mag (Hört ihr das? Definition! Ich komme mir langsam schon wie Picasso vor...hust) Ich finde beide Varianten schön.

Und fertig ist euer Sukkulenten-Garten. Mein Schreibtisch sieht nach der Mal- und Fotosession jetzt eher nach Sukkulenten-Versammlung aus. Das ist kein Garten mehr, das ist ein Treffen der Sukkulenten-Gewerkschaft, die sich beschwert, dass ich zu viele Pflanzen adoptiert habe. Es tut mir ja leid, aber ihr seid einfach so schön und Fotogen! Wahrscheinlich wird mir jetzt noch das Minimalismus-Siegel entzogen. Aber damit kann ich leben. :P


Ich liebe es mir Zeit zum Malen zu nehmen. Besonders am Morgen, wenn gerade die Sonne zum Fenster hineinscheint und alles noch ganz still ist. Es ist so ein kurzer Zen-Moment am Tag. Ich beschäftige mich nur mit mir selbst und mit der Kunst, die ich schaffe. Im Hintergrund lasse ich manchmal eine Playlist laufen. In den letzten Tagen kam ich immer wieder in den Flow. Eigentlich ein seltener Moment. Jeder der schon mal in den Flow-Moment kam, weiß wie intensiv man wegdriften kann. Dann bekommt man nichts mehr um sich herum mit. Ich lebe dann ganz im Moment und bin glücklich. Ich wünsche jedem dieses Gefühl, sei es durchs Malen, Meditieren, Sport machen oder durch irgendeine andere Leidenschaft, der ihr nachgeht.


Wann kommt ihr in den Flow? Hattet ihr schon mal einen Flow-Moment? Was ist eure Leidenschaft, bei dir ihr so richtig wegdriften könnt? Ich freue mich über jedes Kommentar. :)

Bis dann, eure Phine :)

Minimalismus

Minimalistischer Leben: Make-up aussortieren

8/03/2017

Hallo ihr tollen Menschen da draußen,
ignorieren wir mal kurz, dass mein letzter Post von veganer Weihnachtsspekulatiusschokolade handelt (hm..obwohl ich da jetzt Bock drauf hätte) und ich sagenhafte 1,5 Jahre eine Bloggerpause eingelegt habe. Der Grund dafür kam damals sehr schleichend und obwohl ich alle paar Wochen einen Motivationsschub hatte und auch einen Post veröffentlichen wollte, konnte ich es einfach nicht. Wer hier mal etwas mitgelesen hatte, kann sich vielleicht erinnern, dass ich vor 1,5 Jahren mitten in meinem Freiwilligenjahr steckte. Da ich damals jeden Tag mit teils sehr emotionalen Geschichten konfrontiert war, konnte ich mich nach der Arbeit nicht einfach so in die Bloggerwelt begeben. DIYs, Rezepte, Make-up und die ganzen schönen Dinge im Leben passten damals einfach nicht mehr zu meinem Innenleben. Und mein Innenleben konnte ich wiederrum damals nicht auf dem Blog veröffentlichen, der eigentlich die schönen Seiten des Lebens zeigen sollte und nicht die abgefuckten Seiten der Welt. Long Story short: Ich habe eine Weile gebraucht, meine Erfahrungen zu verarbeiten und meine Gedanken zu ordnen. Aber auch das gehört dazu. Zum Leben und zur persönlichen Entwicklung.

Bloggen hatte immer etwas beruhigendes für mich. Schreiben, Fotos knipsen, zeichnen, etwas kreieren. Seit ein paar Wochen lese ich wieder regelmäßiger Blogs und entdecke alte wieder und  meine Lust selbst wieder zu bloggen steigt. Also genug mit dem Rumgerede und den ewigen Erklärungen. Stattdessen möchte ich meiner neu gewonnenen Lust am Bloggen fröhnen (fröhnen ist doch ein tolles Wort. :D) und die komischen Geräusche meines Laptops ignorieren (die er schon seit 3 Wochen von sich gibt) damit dieser Post zumindest noch zustande kommt, bevor mein Laptop explodiert. Das wäre es dann schon wieder mit der Bloggerkarriere.


Heute geht es mit meiner "Minimalistischer Leben"-Reihe weiter. In der Zeit die ich Bloggertechnisch abwesend war, hat sich ja einiges zum Thema Minimalismus getan. Vielleicht würden einige den minimalistischen Lifestyle als "Modeerscheinung" bezeichnen. Ich sehe es ganz positiv und freue mich, dass das Thema so viel an Beliebtheit gewonnen hat. Denn so kann jeder sich von Menschen inspirieren lassen, die über Konsum nachdenken und was verändern wollen.

Meine Make-up-Produkte habe ich schon etliche Male aussortiert und demnach ist meine "Sammlung" mit den Jahren immer mehr geschrumpft. Wer also den Mega-Vorher-Nachher-Vergleich erwartet, den muss ich leider enttäuschen (ich gebe es zu: die extremen Vorher-Nachher-Vergleiche sind die besten!) Aber dafür stelle ich euch gleich mal meine veganen Make-up-Favoriten vor. Ignoriert bitte, dass die Helligkeit der Fotos immer mal variert...man merkt, ich habe sehr lange nicht mehr gebloggt...


Eyeliner-Obsession bändigen!

Irgendwie habe ich die Angewohnheit leere Produkte zu horten und mir bei jedem DM-Besuch einen neuen Eyeliner mitzunehmen...könnte ja in den nächsten paar Sekunden alle gehen. Nein jetzt mal ehrlich, wer mich kennt, weiß: Phine - das ist die mit den langen Haaren, der Brille und dem EYELINER. (Ok, vielleicht denke auch nur ich das so) Aber ohne Eyeliner verlasse ich nie das Haus. Könnte ja ein Foto von mir gemacht werden...beim Kartoffeln kaufen und so. Dabei ist Eyeliner für mich, wie für andere der Lippenstift: einer fliegt in die Uni-Tasche, in den Rucksack beim Wandern, einer im Badezimmer, einer in der Kommode,...

Alles andere als minimalistisch. Das soll jetzt ein Ende haben! Zwei darf ich maximal besitzen! (gut zureden hilft ja!) Essence Eyeliner: Er ist vegan, schwarz, sehr deckend und ich mag die Pinselform. Zugegeben ist er nichts für Eyeliner-Anfänger, sondern für die unter uns, die auf einem Schiff, bei extremen Wellengang mit Mini-Taschenspiegel (true story!) einen perfekten Strich auf dem Augenlied ziehen können. Aber wenn man das schafft, kann ich ihn empfehlen. Leider keine Naturkosmetik, dafür aber fast überall zu bekommen.


Lavera Mineral Compact Powder (Almond 05): Dieses Puder wollte ich eigentlich als Bronzer zweckentfremden, aber leider hat es so gut wie keine Deckkraft...also weg damit!
Alverde Puder (050 Terra): mein absoluter Lieblingskonturpuder/Bronzer. Konsistenz, Farbe und Preis stimmen, aber leider gibt es ihn mit dieser Formulierung schon lange nicht mehr im Sortiment. 


Das Essence Puder (all about matt)  in der sehr hellen Variante mag ich gerne, weil es sehr gut mattiert und keine Farbe abgibt. Außerdem ist es vegan. Das obere Puder (ebenfalls von Essence) muss leider gehen, weil es nicht gut mattiert und bei mir sehr staubig auf der Haut aussieht.
Die Catrice Mascaras (lashes to kill)  ist schon lange ein Favorit und dazu auch noch vegan! Aussortiert habe ich dann nur noch eine eingetrocknete Mascara und einen leeren (pastell lila) Kajalstift. Zudem muss ich mich leider von der Foundation von Lily Lolo verabschieden, weil die auf meiner Haut leider überhaupt nicht funktioniert. :( Dafür bleibt aber das Lily Lolo Mineral Puder in "Blondie" (NK & vegan), das ich sogar schon nachgekauft habe (nur die alte Verpackung sollte ich mal wegschmeißen :D)!
Mit den zwei Lidschatten-Paletten von Wet'n Wild (vegan), einem weißen Lidschatten & der Lidschattenbase von Trend it up (beides vegan) und einem alten, aber tollen Alverde Lidschatten ("Nude Rose", gibt es leider nicht mehr) bin ich farblich erstmal gut versorgt. Eine gute NK-Foundation habe ich leider noch nicht gefunden! Falls jemand einen Tipp hat, verratet ihn mir mal in den Kommentaren. Gerade nutze ich die BBcream von Isana, die zumindest vegan ist und gut einzieht.


Die Augenbrauen-Kategorie war für mich am härtesten. Ich habe schon vieles probiert, aber mein Favorit bleibt das Catrice Augenbrauen-Puder (vegan). Ist sehr ergiebig und mit dem richtigen Pinsel lässt es sich perfekt auftragen. Auch das Alverde Augenbrauen-Gel (NK & vegan) gehört seit Jahren zu meinen Favoriten. Den Augenbrauenstift von Catrice möchte ich noch ein bisschen testen, bevor ich mir eine endgültige Meinung zu ihm bilden kann. Bis jetzt ist er ganz ok.


Die Rouges sind alle samt nicht vegan und drei davon wurden noch vor meiner veganen Zeit gekauft (deshalb schreibe ich jetzt auch die Namen nicht hin, da sowieso alles LE-Produkte sind). Außer das untere von Trend it up, das auf der DM-Webseite als vegan angezeigt wurde & jetzt beim Nachschauen nicht mehr. :( Ich weiß also nicht ob es vegan ist oder nicht. Ich werde alle vier Rouges aufbrauchen, aber nicht nachkaufen, sondern dann nach veganen Alternativen suchen. Rouge routiere ich sehr gerne, je nach Laune oder auch an die Jahreszeit angepasst. ;) 4 Rouges sind vielleicht nicht ultra minimalistisch, aber da brauche ich immer mal etwas Abwechslung.


Bei Lippenstiften habe ich doch glatt vier mal eine ähnliche Farbe gekauft! :'D Von zwei Versionen der selben Farbe habe ich mich allerdings verabschiedet. Ich trage nämlich viel lieber tinted Lipbalms. Burts Bees Lip Balms sind leider mit Karmin, also Blattlaus-Farbe. "Lecker" oder? :( Ich werde sie noch aufbrauchen (oder verlieren) und dann eine Alternative suchen. Der Tinted Lip Balm von Crazy Rumors (HibisKiss "Sunset") hat eine sehr schöne Farbe, ist vegan und riecht extrem gut! Allerdings ist die Konstistenz sehr trocken. Bei den Lippenpflegestiften bin ich fast etwas stolz, weil ich nur 2 1/2 besitze. (1/2 weil irgendwo noch ein fast leerer von Alverde rumkullert.) Das waren früher mal sicher 10!

(Schaut mal ich hab Swatches gemacht, die keinen Sinn ergeben, weil ich vergessen habe welcher Lippenstift zu welchem Swatch gehört und sie schon im Müll liegen! Sehen ja aber eh alle gleich aus :'D) Die zwei Lippenstifte, die bleiben durften: Essence Lippenstift (Barely There!) und Trend it up Ultra Matte Lipstick (420 Matte).


Wieso eigentlich "minimalistischer"?

  • mehr Platz im Schrank
  • unkomplizierter beim morgendlichen Schminken/ weniger Stress durch geringere Auswahlmöglichkeiten = mehr Zeit
  • weniger Produkte = weniger Verpackungsmüll = nachhaltiger
  • weniger Produkte = mehr Geld für andere schöne Dinge oder Erlebnisse
  • mehr Wertschätzung für die Dinge, die man hat
  • Aufbrauchen bevor die Produkte verfallen/schlecht werden

Ich hoffe, euch hat der kleine Einblick in meine Aussortier-Aktion gefallen. Minimalismus bedeutet natürlich nicht, vollkommen ohne Dinge zu leben, sondern sich mit Dingen, die man wirklich mag und gerne & regelmäßig nutzt, zu umgeben. Mit Dinge, die eine Bereicherung für das eigene Leben bieten. Für einige Menschen ist Makeup vielleicht ein schönes Hobby, ohne das sie nicht leben wollen, andere stresst eine zu große Auswahl.
Wozu ich jedoch aufrufen möchte: Schaut mal in eure Kosmetiktaschen. Müssen Tiere dafür sterben oder in Gefangenschaft leben, nur damit ich mich aufhübschen kann? Nein, definitv nicht. Es wird immer leichter auf Marken, die Tierversuche durchführen, zu verzichten.

Na, das fing ja etwas holprig an...aber falls das hier noch jemand liest, zur großen Frage:
Ist Minimalismus noch ein Thema für euch? Schreibt ihr auch auf eurem Blog darüber? Falls ja, lasst mir mal einen Link da, damit ich bei euch rumstöbern kann. :)

Hier kommt ihr zu meinen bisherigen Minimalistischer Leben-Reihe: 
Kleiderschrank ausmisten
Internet & Social Media aussortieren
Bücher aussortieren
Minimalistische Pflege

Bis bald, 
eure Phine :)