#firstworldproblem

Smoothie-Zimtswirl-Bauarbeiter-Licht-FAIL #firstworldproblem

9/30/2015

Es ist Mittwoch - ein ganz normaler Mittwoch Nachmittag - die Vögel zwitschern, die Sonne scheint, mein Tee dampft vor sich hin, schwitzende Bauarbeiter laufen auf dem Gerüst vor meinem Fenster hin und her - glänzend im Sonnenlicht - manchmal grüße ich sie - manchmal sehe ich auch nur eine riesiges Brett an meinem Fenster vorbeischweben. Manchmal höre ich wohlklingende Laute von draußen wie: "Harrriii, sache mol - wo hastn den Kleber wiedor hingedan? Isch find dän nisch mehr!"
Heute ist der erste Tag seit langem, an dem ich vor 18:30 Uhr zu Hause bin. Und da wollte ich gleich mal die Gelegenheit ergreifen und mal wieder ein Rezept posten. Es sollte mein Anti-Erkältungs-Smoothie-Shot Version Nr. 2 werden. Sehr erfrischen, sehr zimtig und total grün. Und wenn man schon mal ein bisschen Tageslicht abbekommt, dann wieso nicht gleich Fotos machen, dachte ich mir so auf dem Weg nach Hause. Doch die Welt dachte sich: Nicht heute, Phine, nein heute, da werden all deine Anstrengungen zunichtegemacht!"


Bei meinem ersten Versuch, diesen eigentlich tollen Smootie zu fotografieren, wollte ich eigentlich nur einen coolen Zimtswirl in den Smoothie swirlen! Einfach damit es noch ein bisschen hübscher aussieht. Das Ergebnis erinnert aber eher an... Entengrütze...oder braunen Staub auf Algen...Ich glaub selbst die Bauarbeiter haben mitleidig durch das Fenster geschaut und den Kopf geschüttelt. Nein das musste doch besser gehen!


Meine Photoshop-Skills reichten dann doch nicht aus, um den Zimtswirl glaubhaft "wegzushoppen".
Es half nichts, ich musste die Bilder noch mal machen. Ich bereitete alles vor, dekorierte noch schön mit einer Birne und Zitrone - muss ja anschaulich sein.



Plötzlich sehe ich eine riesige Staubwolke aus der Weite, die jede Sekunde an meinem Fenster vorbeiziehen würde - "Harrrrii, nisch da rein! Den Topf! Den Topf!" Ein rundlicher Bauarbeiter (Harrriii?) bleibt vor meinem Fenster stehen und versperrt mit seiner fülligen Form die letzten Sonnenstrahlen, die durch mein Fenster hätten kommen können. Die Staubwolke nähert sich. Ich brauche doch nur ein brauchbares Foto! Nur eins! Dauert nur 1 Sekunde! Doch es war zu spät - die Staubwolke erreicht uns. Es wird plötzlich ganz dunkel und still im Zimmer. Das ist das Ende.




Enttäuscht sinke ich auf die Couch. Okay...ich fühle mich geschlagen! Ich gebe auf! Entwas geknickt streife ich mir meinen super flauschigen-gepunkteten Schlafanzug über, laufe in die Küche und hole mir eine Schüssel vegane Nougat-Cornflakes mit Reismilch. Blogger haben es schon echt nicht leicht. Und Harrie vor meinem Fenster, der freut sich, weil er jetzt gleich Feierabend hat. 

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Wer trotzdem das Rezept für den super grünen Anti-Erkältungssmoothie Version Nr. 2 möchte, bekommt es jetzt:

Zutaten:

100 g Tiefkühlspinat (oder Frischen wenn ihr noch welchen findet)
1 Birne
1 Banane
Ingwer (so viel, wie ihr vertragt)
1 Zitrone
2 - 3 TL Zimt (so zimtig wie möglich!)

Alles vermixen und fertig. :)

Hier habe ich euch mal die 1. Version des Anti-Erkältungs-Smoothie -Shot verlinkt. :) Jetzt gerade ist ja wieder Erkältungszeit, da passt der immer gut. Das Lichtproblem werde ich durch das Gerüst vor meinem Fenster leider erstmal nicht lösen können (bis nächstes Jahr wahrscheinlich). Jetzt werde ich wohl mal nach einer passenden Tageslichtlampe stöbern müssen...

Wenn ihr bloggt: Was macht ihr bei blöden Lichtverhältnissen / im Winter? Habt ihr Tageslichtlampen? Könnt ihr mir etwas empfehlen? ^^

Dressing

Tzatziki aus Tofu

9/18/2015






Hallo ihr tollen Menschen da draußen,
schon wieder dieser Tofu! Gerade hat er es mir ziemlich angetan und besonders den Seidentofu habe ich für mich entdeckt. Letzten Monat habe ich schon Mousse au Chocolat aus Seidentofu gemacht und diese Woche ein zweites Rezept mit Seidentofu ausprobiert, welches ich auf Chefkoch entdeckt habe. :) Zwar ist die Grillsaison schon wieder vorbei, aber Tzatziki geht doch eigentlich immer.

Zutaten:

400 g Seidentofu
1/2 Gurke

2 - 3 Knoblauchzehen
Salz & Pfeffer nach Geschmack
1 EL Zitronensaft


Optional: Chiliflocken


Zubereitung:

1. Gurke würfeln
2. Seidentofu zusammen mit den Knoblauchzehen und dem Zitronensaft im Mixer vermixen (Knoblauch vorher am besten mit der Knoblauchpresse zerkleinern, sonst habt ihr eventuell noch ganze Stücke drin)
3. Salz und Pfeffer hinzugeben
4. Masse mit den Gurkenwürfeln vermengen

Und zu was isst man das/den/die Tzatziki nun am besten? Na zu..ähm...Fertig-Gemüsestäbchen (wenn man sich schon die Mühe gemacht hat, alles selbst zu machen) oder zu Falafel oder zu Kartoffeln oder zu Gemüsepfannen und Reis. Oder als Joghurtsoße (mit weniger Knoblauch) für den Salat verwenden! Es gibt sehr viele Möglichkeiten. Ganz wichtig ist hierbei der Zitronensaft, der dem Ganzen den Joghurtartigen (ich weiß, tolle Beschreibung) Geschmack verleiht. Sonst schmeckt es nämlich einfach nur nach Tofu.

Ich hoffe ihr probiert das Rezept aus. So langsam habe ich für alle meine Lieblingsgerichte mehr als ehrwürdige Ersätze gefunden. :)

Falls ihr vegan lebt: Welches Gericht/ welches Lebensmittel fehlt euch und würdet ihr gerne mal "veganisieren"?

Achtsamkeit

Minimalistischer Leben: Bücher aussortieren - Tipps & Tricks

9/11/2015


Hallo ihr tollen Menschen,
mein Minimalismus-Projekt geht in die nächste Runde! Innerhalb der letzten Wochen habe ich meinen ganzen Wohnbereich in der WG entrümpelt und mich auch den längst verstaubten Kisten auf den Schränken gewidmet.

Was habe ich aussortiert?
Klamotten
Pflege- und Kosmetikartikel
Bücher, DVDs, CDs, Videospiele
Wichtige Papiere, Büroartikel
Bastel- & Malzubehör
Dekoartikel
Bettwäsche, Handtücher, Geschirr
Technische Geräte
Erinnerungsstücke

Zu ein paar Kategorien wird es in den nächsten Wochen und Monaten noch einzelne Posts geben. Von einigen Gegenständen konnte ich mich schwerer trennen, als von anderen. Meine Tipps & Tricks möchte ich hier mit euch teilen, damit ihr auch erfolgreich entrümpeln könnt. :)

Wieso sortiere ich überhaupt etwas aus?
Ich möchte nur noch Gegenstände um mich herum haben, die mich glücklich machen, die ich wertschätze, die mein Leben "unterstützen", die ich wirklich benutze und die ausdrücken wer ich bin. Den Besitz von zu vielen Gegenständen empfinde ich als belastend und zeitaufwändig. Was "zu viel" bedeutet ist natürlich sehr individuell und sollte jeder für sich selbst entscheiden.



In meinem bisherigen Leben bin ich bereits 3 mal umgezogen. 3 mal fast 4 große, bis zum Rand vollgestopfte Kisten mit Büchern zu seiner neuen Wohnung zu transportieren ist nicht sehr angenehm für jemanden mit wenig Armkraft (Puddingarme sag ich euch!). Noch sinnloser erscheint das ganze gerade dann, wenn die meisten Bücher in der Kiste seit 10 Jahren nicht mehr von mir gelesen wurden und wahrscheinlich auch in der Zukunft nicht mehr gelesen werden. Meine Umzugshelfer waren auch nicht sehr erfreut von den Unmengen an Kram den sie schleppen durften...daher musste sich etwas ändern. ^^

Ich hab während meiner Entrümplungsaktion jedes Buch in die Hand genommen, kurz betrachtet und mir dann folgende Fragen gestellt:



Nicht bei jedem Buch musste ich mir alle Fragen stellen. Bei vielen reichte auch ein kurzer Blick und das Bauchgefühl sagte einfach: Du braucht das nicht mehr in deiner Wohnung!
Aber gerade wenn ich sentimentale Gefühle mit dem Buch verband, fiel es mir natürlich schwerer, mich davon zu trennen. Die Fragen oben können dann helfen, einen klaren Blick bei der Ausmist-Aktion zu behalten.

Ein Gedanke, der mir noch sehr weiter geholfen hat: Bücher sind da, um gelesen zu werden! Nicht, um im Regal rumzustehen und zu verstauben. Andere Menschen sollten auch die Möglichkeit bekommen, diese Bücher zu lesen. Verleihe sie! Verschenke sie!




Und natürlich ist es möglich, sich viele Bücher als E-Book zu besorgen. Ich habe hin und her überlegt, ob ich mir einen E-Book-Reader zulege und mich dann vorerst dagegen entschieden. Neben der finanziellen Belastung, würde damit auch wieder ein neuer Gegenstand, der im schlimmsten Fall verstauben würde, in meine Wohnung einziehen. Außerdem möchte ich nicht zu viele technische Geräte besitzen, da für deren Herstellung sehr viele Ressourcen verbraucht werden. Ein Smartphone habe ich nun sowieso schon - wieso dann nicht einfach die Kindle-App runterladen und auf dem Smartphone lesen? Entgegen meiner Befürchtungen lässt es sich ausgezeichnet auf dem relativ kleinen Bildschirm lesen, da man Helligkeit und Größe der Buchstaben ganz leicht einstellen kann. Mein Telefon trage ich jeden Tag mit mir herum und hab so zu jeder Zeit ein paar Bücher dabei, die ich bei Langeweile oder während Wartezeiten lesen kann. :) E-Books sind generell günstiger und einige Klassiker sogar kostenlos! Eine andere Möglichkeit wäre natürlich noch Bücher aus der Bibliothek auszuleihen. Besonders wenn man das "Buch-anfass-Gefühl" mag :)






Wer sich nur ganz schwer von seinen Büchern trennen kann, hier noch ein Tipp: Alle Bücher in einer Kiste verpacken und auf den Schrank stellen. Jetzt über die nächsten Wochen oder Monate immer dann ein Buch herausnehmen und in das Bücherregal zurückstellen, wenn man es lesen möchte. Nach einer selbstgewählten Zeitspanne die restlichen Bücher aus der Kiste weggeben. So sieht man, welche Bücher man noch mal benutzt.

Hat man erstmal ausgemistet, kommt natürlich die große Frage: Was mache ich mit den ganzen Büchern?
  • In einer Umsonst-Kiste vor der Haustür platzieren
  • In einen Umsonst-Laden bringen
  • In eine offene Bibliothek bringen
  • An Freunde verschenken
  • Spenden 
  • Im Internet verkaufen (Ebay, Rebuy,...)  

Von den ehemals 4 Kisten voller Bücher sind nur noch 8 Bücher übrig geblieben. Diese liebe ich und würde ich definitiv wieder lesen. Habt ihr schon daran gedacht, eure Bücher auszusortieren? Oder ist das ein absolutes No-Go für euch als Buchliebhaber? Gibt es für euch "Sammlerstücke", die ihr niemals weggeben würdet?