Backen

Schokoladen-Kuchen-Brownie-Pancake

5/28/2015

Was ist denn hier passiert? Ein Kuchen-Rezept? Auf meinem Blog? Ja, ich hätte es ja selbst nicht gedacht, dass dieser Tag jemals eintreffen würde, aber es ist geschehen. Ich habe das Backen lieben gelernt und stehe jetzt gefühlt jeden Tag am Ofen...wie eine gute Hausfrau das eben so macht. ;) Meine Mitbewohner müssen immer "kosten" und dann bleibt gerade mal noch ein Stück Kuchen für mich übrig, um es noch schnell zu fotografieren.
Ich muss zugeben, dass ich bis jetzt zur Übung, nur nach den Rezepten von anderen Backtalentierten gebacken habe. Schließlich muss man erstmal ein bisschen abgucken, bevor man weiß wie es geht. Gestern war es dann aber soweit: Ich wollte dem Namen Selbstmachsachen ja auch gerecht werden und habe mich an meinem ersten selbsterfunden Kuchenrezept probiert.

Ich präsentiere: Ein Kuchen, der kein wirklicher Kuchen ist, aussieht wie ein Brownie und schmeckt wie ein Pancake. Ohne Ei und ohne Milch und ohne Industriezucker, wenn man möchte.
















Dieses Rezept gehört in die Kategorie: Semi-Gesund. Also ein paar wirklich gute Zutaten, aber es wäre wahrscheinlich trotzdem gesünder einfach eine Banane zu essen.

Zutaten:
150g Dinkel-oder Weizenmehl
150g Reismehl
200g Datteln
400 ml Wasser (200ml für Datteln, 200ml Sprudelwasser)
70 ml Öl
6 EL Apfelmus
1 Pck. Backpulver
3 - 4 EL Kakao

Optional:
- Glasur: dunkle Schokolade und gehackte Mandeln
- Süßigkeitenliebhaber sollten noch etwas Agavendicksaft, Zucker oder ähnliches hinzufügen, da der Kuchen mit Absicht nicht zu den Süßesten gehört

Zubereitung:
1. Datteln mit 200ml des angegebenen Wassers zu einer cremigen Masse pürieren
2. Dann alle Zutaten zusammenschmeißen und mixen bis ein dickflüssiger Teig entsteht
3. In eine Form (meine war 23cm x 23cm) geben und für 40 Minuten bei 175°C backen lassen. 

Ihr denkt jetzt vielleicht: "Haha, das ist ja alles super häälthy und so" Falsch gedacht! Jetzt kommt nämlich noch mal eine ordentliche Portion dunkle geschmolzene Schokolade oben drauf. Das macht den Kuchen-Brownie-Pancake nämlich perfekt.
Nächste Woche werde ich den Kuchen mal nur mit Reismehl backen und testen. Oder den Teig für Pancakes (dann ohne Kakao) verwenden. Mal sehen ob das gut geht. ^^



So sieht dann übrigens der Teller aus, wenn die Fotosession vorbei ist. Mit einer ordentlichen Portion Apfelmus zusammen schmeckt der Kuchen soooooooo gut. Das liegt wohl daran, dass er zur Hälfte vom Pancake abstammt. :)

Was ist euer Lieblingskuchen? Backt ihr lieber nach eigenen Rezept oder seid ihr noch Backneulige, so wie ich?

Achtsamkeit

Gedankenschnipsel #3: Blog, Medienbranche, Freiwilligenarbeit und Zukunft

5/24/2015

So, ihr tollen Menschen da draußen,
es ist geschehen und ich habe ENDLICH mal an meinem Blogdesign etwas herumgefuscht. ;) In letzter Zeit war ich in einem kleinen Bloggertief, immer wieder habe ich angefangen Beiträge zu schreiben, aber sie nie zu Ende geführt. Ich denke, das ist von Zeit zu Zeit ganz normal und auch nicht zu verhindern. Ich versuche mir gerade keinen Druck zu machen. Ganz gechillt. Vielleicht motiviert das neue Design dann wieder mehr zum Bloggen. :)
Ich hoffe natürlich, dass es euch gefällt. Ihr könnt mir ja euer Feedback da lassen, wenn ihr wollt. An dem Header habe ich sehr lange rumgewerkelt, 100 verschiedene Varianten probiert und bin dann doch (wie das so oft dann ist) bei der schlichtesten hängengeblieben. Aber ich sehe mich sowieso in ein paar Monaten schon wieder alles umschmeißen. Es macht halt zu viel Spaß :D Ansonsten habe ich jetzt eine Rezepteübersicht, eine etwas detalliertere About-Seite und die Kategorie Achtsamkeit hinzugenommen. Achja und so ein Schwebedingens, was beim scrollen mitfährt.^^ Die meisten Tutorials habe ich von Copypastelove. Tolle Seite! Leider funktioniert Googlefriendconnect nicht mehr bei mir...weiß jemand, woran das liegt?

Gerade haben auch andere Blogger etwas an ihrem Design geändert, wie z.B. Teena TV, die ihrem Blog einen neuen professionellen Anstrich verliehen und ihre Themenvielfalt ausgebaut hat, auf Lady Windermere's Pan habe ich gerade den schönsten Header des Internets entdeckt, Anja hat gleich einen völlig neuen Blog aufgemacht, den ich auch sehr gelungen finde (besonders die verschiedenen Rubriken) und bei Tried-it-out gefällt mir das frische, übersichtliche Design sehr gut. Schaut bei den Ladys unbedingt mal vorbei. ;)


So jetzt aber mal zu etwas ganz Anderem. Wir kennen uns ja jetzt alle hier schon ein bisschen. Und deshalb habe ich auch kein Problem, ein bisschen mehr mit euch zu teilen. Ich habe Ende letzten Jahres mein Leben einmal komplett umgekrempelt. Also zumindest fühlt es sich für mich so an. Vielleicht sieht es von Außen aus, wie die typische Mitte-20-Krise, die ja angeblich unter jungen Menschen ziemlich verbreitet sein soll. Letztes Jahr, zum Ende meines Bachelorsemesters war ich so unglücklich, wie noch nie zuvor in meinem Leben. Mein Studium "Irgendwas mit Medien" fand ich nicht so dolle. Auch wenn ich mit meiner Bachelorarbeit und meiner Abschlussnote mehr als zufrieden war, dachte ich mir so: Ich möchte nicht in der Medienbranche arbeiten. Ich möchte keinen Master mehr in diesem Fach machen.
Ich werde an dieser Stelle jetzt nicht die Medienbranche dissen (vielleicht später an anderer Stelle...hehe) aber schon während Praktika in diesem Bereich habe ich einfach gemerkt, dass ich mit der Schnelllebigkeit, den Überstunden und dem "sei jung, dynamisch, kreativ, connected und crazy" nicht mehr klar kam. Als ich mich kurz nach dem Abschluss auf dem Arbeitsmarkt umsah, fand ich ausschließlich junge Start-Ups oder die ganz großen Unternehmen, die Praktikanten suchten, die am besten fließend Englisch, Französisch, Japanisch und Russisch sprechen konnten, ein Jahr Backpacking in Australien hinter sich haben und sehr gute Führungszeugnisse von den 15 Praktika zuvor vorweisen konnten und vor allem mit Anfang 20 schon mega viel Erfahrung mitbrachten. 40 Stunden die Woche. Unbezahlt. Überstunden garantiert.
So jetzt habe ich doch ein wenig gedisst. Und natürlich ist das hier nur meine persönliche Wahrnehmung. Es gibt viele Leute aus meinem Bekanntenkreis, die in den Medien arbeiten und einem super tollen, erfüllenden Beruf nachgehen. Aber ich wollte und konnte mir meine Zukunft einfach nicht mehr dort vorstellen.


Manchmal braucht es sehr viel Kraft und Mut, seinen Eltern zu sagen: "Ähm, Mama, Papa, ich bin unzufrieden mit dem beruflichen Weg, den ich eingeschlagen habe, ich möchte etwas Anderes in meinem Leben machen." Besonders wenn man nicht weiß, was man denn nun machen möchte. Auch ich habe es sehr lange herausgezögert, meinen Eltern zu "beichten" dass ich innerlich schon lange mit dem Gedanken an ein Masterstudium abgeschlossen habe. Ich denke jeder junge Mensch kennt diese quälende Frage: "Was willst du später mal werden?" Diese Frage kann einen wirklich noch ins Grab bringen. Besser wäre doch die Frage: "Was willst du jetzt gerade machen? Wie können wir dir helfen, deine Fähigkeiten und Talente zu finden?"


Long story short: Ich habe mich informiert, was ich denn stattdessen machen könnte. Und kam dann auf die Idee ein freiwilliges Jahr einzulegen. Ein Jahr, in dem ich mich mir selbst widme, herausfinde was ich gut kann und was ich eigentlich für Wünsche habe. (Denn während des Studiums habe ich mich nicht wirklich damit beschäftigt.) Gleichzeitig wollte ich etwas Sinnvolles machen und einen  Enblick in einen Beruf bekommen, den ich noch nicht kannte. Ich weiß noch, wie ich mir alles zurecht gelegt habe: einen super formatierten Lebenslauf, ein ansprechendes Bewerbungsschreiben und ein gutes Führungszeugnis. Als ich dann durch ganz viele Umwege zu einer Stelle weitergeleitet wurde, die vielleicht jemanden suchen könnte, wurde ich sofort eingeladen. Mein super formatierter Lebenslauf, mein ansprechendes Bewerbungsschreiben und mein gutes Führungszeugnis musste ich nicht mitbringen. Nach einem sehr lockeren, freundlichen Gespräch war klar: wir konnten uns beide vorstellen, dass ich hier für ein Jahr arbeiten würde. Obwohl mir die Stelle damals sicher war, habe ich mir noch tagelang Gedanken gemacht, ob ich denn wirklich bei dem Gespräch "überzeugt" hätte. Damals war ich innerlich  noch so sehr in dieser ätzenden Bewerbungsschleuse drin, dass ich Angst hatte, dass ich nicht genügend Qualifikationen vorzuweisen hätte. Ich sage es an dieser Stelle nochmal, um die Verdrehtheit der Situation klar zu machen: Ich hatte Angst davor, nicht genügend Qualifikationen für eine FREIWILLIGE Arbeit vorweisen zu können.
In dem Moment, wo ich das jetzt hier schreibe, wird mir noch bewusster, wie tief ich damals in diesem Leistungsorientierten Denken drin steckte.


Es war möglich bei dieser Stelle einen Bundesfreiwilligendienst zu beginnen: das bedeutet, man arbeitet ein Jahr (in Vollzeit) für eine Organisation, die sich darum kümmert, dass man während des Jahres die Möglichkeit hat, Seminare zu besuchen, ordentlich betreut wird und man sogar etwas Geld bekommt. Im Februar fing ich dann dort erst mal ein Praktikum an und im Mai startete dann endlich offiziell mein freiwilliges Jahr.


Ich arbeite hauptsächlich mit Frauen und Kindern mit Migrationshintergrund zusammen, gebe Nachhilfe, bin bald auch im Deutschunterricht mit dabei, helfe bei Problemen (z.B. mit Behörden, bei Computerproblemen), gestalte Flyer, mache ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit, aber helfe auch in der Küche, bei Festen oder im Empfangsbereich. Es ist eine kunterbunte Mischung aus verschiedenen Aufgaben. Und das beste: es macht mir wirklich Spaß. Ich habe das Gefühl, dass ich gebraucht werde. Das meine Arbeit sinnvoll ist. Ich bekomme gerade einen wahnsinnig vielseitigen und hautnahen Einblick in andere Kulturen.
Doch ich sehe auch Tag für Tag, mit welchen Problemen sich Migranten in Deutschland herumschlagen müssen. Wie die ganze Bürokratie, besonders die zahlreichen Anträge und Bescheinigungen, ihnen das Leben nur noch schwerer machen. Ich beobachte Frauen, die einen ständigen Spagat zwischen ihrer Religion und der deutschen "Freizügigkeit" machen wollen. Wie Kinder, in der dritten Klasse schon einem enormen Leistungsdruck unterliegen. Wie schwierig doch viele Familiensituationen sind. Ich bekomme mit, wie die Realität von Arbeitslosen, Prostituierten, sozialschwachen Familien und Ausländern in Deutschland aussieht.
Aber ich habe auch gemerkt, wie wichtig und toll es ist, dass sich Frauen bei uns gemeinsam treffen, ihre Kultur und Sprache ausleben können und Bildung bekommen. Wie schön es ist, wenn ein Kind zu dir kommt und freudig berichtet, dass es in Englisch eine 1 geschrieben hat. Ich sehe auch, wie viel gegen die ganzen Ungerechtigkeiten getan wird. Wie immer mehr Projekte entstehen, damit Themen wie Prostitution oder Obdachlosigkeit nicht in die hinterste Ecke gekehrt werden.
Ich habe in diesen letzten vier Monaten so viel gelernt. Auch wenn ich mich manchmal mit sehr unangenehmen Themen auseinandersetzen muss oder einige Menschen schwieriger sind, genieße ich meine Freiwilligenarbeit sehr.

Ob ich jetzt wirklich DEN Beruf gefunden habe, weiß ich nicht. Ich habe noch mindestens 11 Monate um es herauszufinden. ;) Allerdings hat sich mein Denken was Erfolg, Beruf und Zukunft angeht, grundlegend geändert. Wenn ich mich für einen Beruf entscheiden werde, dann möchte ich nicht danach gehen, wie viel Geld man verdient, welche Aufstiegsmöglichkeiten und gesellschaftliches Ansehen ich vielleicht irgendwann mal dadurch hätte. Ich möchte meine BerufUNG finden. Ich möchte eine sinnvolle Tätgkeit finden, der ich mit vollster Leidenschaft nachgehen werde. Nicht mehr und nicht weniger.

Bei der Schüler-Nachhilfe betreue ich gerade ein super schüchternes Mädchen aus der 6.Klasse, das noch etwas Probleme mit der deutschen Sprache hat. Statt die verwirrenden deutschen Grammatikregeln zu pauken, habe ich ihr gezeigt, wie man in Word ein Arbeitsblatt (das Thema war: Das Leben im alten Rom) mit Bildern, Text und Überschriften gestaltet. Wir haben verschiedene Schriftarten und -farben ausgesucht, Bilder eingefügt und gleichzeitig hat sie mir erklärt, wie die Häuser der alten Römer damals aussahen. Gemeinsam haben wir sogar einen kleinen deutschen Text geschrieben.
Am Ende haben wir das Arbeitsblatt ausgedruckt und als sie es dann so stolz in der Hand hielt und sich über ihre Arbeit freute, wusste ich, dass ich irgendetwas richtig gemacht habe. In letzter Zeit merke ich immer wieder, wie künstlerisch begabt sie ist und wie wichtig es ist, das  in irgendeiner Art und Weise zu fördern. Ich möchte unbedingt, dass sie Möglichkeiten bekommt ihre Talente und Interessen auszuleben. Ich möchte nicht, dass sie sich irgendwann in dem Bildungsstrudel verliert und nur noch ihre Zeit damit verbringt an dem perfekten Lebenslauf zu feilen, statt ihren wirklichen Fähigkeiten nachzugehen. Auf dem Weg nach Hause bemerkte ich dann erstmal, wie mein Gesicht die ganze Zeit glühte. Vor Freude und Aufgeregtheit. :)



Manchmal ist es gut, sein Leben noch mal vollkommen umzukrempeln. Auch wenn das bedeutet, dass man auf ein paar Dinge verzichten oder sich neuen, unbekannten Situationen stellen muss. Ich setze mich mittlerweile im Gegensatz zu früher sehr gerne damit auseinander, wie meine Zukunft aussehen wird, nehme mir Zeit für meine Interessen und überlege wie ich Erfolg für mich definiere. Es ist vollkommen okay, wenn Erfolg für einen bedeutet, viel Geld und Ansehen zu erlangen. Das darf glücklicherweise jeder selbst für sich entscheiden. Es ist auch vollkommen okay, sich mal eine "Pause" zu nehmen und herauszufinden, was man gerne macht. Deshalb habe ich übrigens auch diesen Blog hier gestartet. ;)

So, das waren wirklich mal ganz schön viele Gedankenschnipsel. Mich würde natürlich interessieren, ob ihr schon euren Traumberuf gefunden habt oder ob ihr auch noch auf der Suche seid. Würdet ihr am liebsten mal für ein Jahr etwas ganz anderes machen?  

Cashews

Rasantes Sonnen Pesto

5/14/2015

Hallo ihr tollen Menschen da draußen,
zur Zeit bastele ich etwas an meinem Blog-Design herum. "Was...hä...was will die? Hier siehts doch immer noch so aus, wie vorher..." Jap, das neue Design könnt ihr auch noch gar nicht sehen, weil das erstmal auf meinen Testblog getetst wird, damit hier nicht alles aus Versehen explodiert. Ich hoffe, dass es dann in den nächsten Tagen online kommt. So langsam kann ich den neuen Header und das Layout nämlich nicht mehr objektiv betrachten, so lange sitze ich schon an dem HTML-Kram :D 
Mein Freund muss zur Zeit seltsame Rezensionen über noch seltsamere Bücher für seine Ausbildung schreiben, daher haben wir beide nicht so viel Zeit fürs Kochen (und besonders fürs Abwaschen...) Ein einfaches Gericht musste her, welches nicht viel Equipment, Zeit und Anstrengung brauchte. Sozusagen ein gesundes Fast Food. Mein liebstes "Fast Food" sind ja Bananen, aber nach 4 Bananen wollte ich dann doch mal etwas Herzhaftes. Also super schnell ein paar Zutaten in den Mixer geschmissen und fertig war das: Sonnenpesto. 


Eigentlich ist es ja ein Sonnengetrocknete Tomaten-Tahini-Pesto. Da es aber super schnell  ist, nenne ich es einfach nur "Sonnen Pesto".

Zutaten
1 Tüte (~ 125g) Getrocknete Tomaten
1 Hand voll Cashewkerne

2 TL Leinsamen
1 EL Tahini
Petersilie
Getrocknete italienische Kräuter
(habe die Kräuter-Mischung von Alnatura)
etwas Pfeffer & Cayennepfeffer
Wasser

Alles (außer die Petersilie und Kräuter) im Mixer mit genügend Wasser mixen. ( Kommt wie immer auf den Mixer drauf an, wie viel Wasser ihr braucht.) Am Ende die Petersilie noch unterrühren und fertig.


Oben drauf habe ich dann noch einen Fake-Parmesan gegeben, den mir Solenja von Knallvergnügt in den Kommentaren meines letzten Posts empfohlen hat. Danke noch mal dafür :)
Ich habe ein paar gemahlene Mandeln mit Hefeflocken und Salz vermischt und dann noch einen Tropfen Öl dazu gegeben. Heraus kam ein sehr leckeres Topping. Wenn ihr die Kochzeit von den Nudeln dazu rechnet, dauert alles nicht einmal 10 Minuten. Super schnell. :) Noch ein paar Lauchringe oben drauf streuen und perfekt.

Übrigens höre ich die ganze Zeit ein super tolles Album von Bonobo. Kann ich nur empfehlen, besonders als Hintergrundmusik beim Arbeiten.
Ich wünsche euch noch ein schönes, langes Wochenende. Bis bald ( und dann hoffentlich im neuen Gewand)! :3

Essen

Vegane Dinkelpizza mit Mandel-Hefeschmelz

5/04/2015

Hallo ihr tollen Menschen da draußen! :)
Heute möchte ich euch ein Rezept für meine Lieblingspizza vorstellen. Aber eigentlich geht es gar nicht so wirklich um die Pizza an sich. Sondern um das Oben-drauf. Nämlich um einen super einfachen veganen "Käse"-Ersatz, der überhaupt nicht nach Käse schmeckt, sondern noch viel besser. ^^ Er schmeckt würzig und sahnig und macht einfach jede Pizza komplett. Unter Veganern ist Mandelmus schon lange der Geheimtipp, um Aufläufe und Co. zu überbacken und diese käseartige Optik zu erhalten. Ich habe es ausprobiert und auf den Bildern sieht der gefälschte Käse zumindest schon mal täuschend echt aus.




Geschmacklich unterscheidet er sich zugegebenermaßen schon etwas von dem tierischen Käse. Aber ich finde das sogar gut und möchte mittlerweile nur noch diesen hier. (Und das sage ich als ehemalige Käseliebhaberin!) Also ob Veganer oder nicht, ihr solltet es mal ausprobieren. :)

Teig 
Für den Pizzaboden kann ich euch zwei Rezept empfehlen: Einmal den Teig von Vegan Guerilla und den Teig von Clarimonde. Sind beide wahnsinnig lecker und super einfach. Ich habe statt Weizen 150g Dinkelmehl und 150g Dinkelvollkornmehl benutzt und zum Teig noch Sonnenblumenkerne und Leinsamen hinzugegeben. Sorry, dass ich euch an dieser Stelle kein eigenes Rezept präsentiere, aber wenn es um Teig geht, sind einfach die anderen die Profis. ;)

Soße
Für die Soße Tomatenmark mit etwas Wasser, Salz, Pfeffer, italienischen Kräutern und bei Bedarf etwas Knoblauch vermengen. Ich schmeiße immer noch eine Selleriestange in den Mixer und mische die dann unter die Soße, ich finde das gibt der Soße noch einen intensiveren Geschmack (und ein bisschen Grünzeug).

Belag
Wenn ihr die Soße auf dem Teig verteilt habt, kommt jetzt das beste: nämlich der Belag. Schmeißt einfach alles drauf, worauf ihr Lust habt. Bei mir gibt es meistens Zwiebeln, Oliven, Mais, rote Bohnen oder Lauch. Den Lauch solltet ihr allerdings erst nach 10 Minuten Backzeit hinzufügen, sonst verbrennt er (wie ich schmerzhaft das erste Mal feststellen musste). Jetzt kommt erstmal alles in den Ofen für 10 Minuten. Und in den letzten 5 Minuten kommt dann der Mandel-Hefeschmelz noch oben drauf.






Mandel-Hefeschmelz
1 EL Mandelmus
5 EL Hefeflocken (Nährhefe)
4 - 5 EL Wasser
1/2 TL Salz
Optional: 1/2 TL Kurkuma

Vermischt alles so lange bis das Gemisch eine cremige Konsistenz annimmt und tropft den Schmelz über die Pizza. Backt die Pizza dann noch 5 - 7 Minuten weiter im Ofen. Am Ende nicht den extra-gekauften Rucola im Kühlschrank vergessen, der das alles noch ein bisschen ansehnlicher macht. Schnell über die Pizza streuen, ein Foto für Instagram schießen und dann endlich reinbeißen.

Mandelmus findet ihr im DM und Hefeflocken (Nährhefe) gibt es mittlerweile in jedem Bioladen. Die Hefeflocken geben einen käseartigen Geschmack und sind generell sehr empfehlenswert als ein (gesundes) würziges Topping für die verschiedensten Gerichte. Der Mandel-Hefeschmelz eignet sich auch gut als vegane "Käse"-Soße für Nudeln. Einfach mit etwas mehr Wasser vermengen und noch ein bisschen Kräuter hinzugeben.

Das Phänomen "veganer Käse" lässt mich irgendwie noch nicht so richtig los. Ich werde auf jeden Fall noch weiter experimentieren. Kennt ihr vielleicht einen tollen Käse-Ersatz? Oder haltet ihr überhaupt nichts von veganen Ersatzprodukten? 
Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche. :)