Gastpost: vegane Weihnachtsspekulatiusschokolade

12/19/2015


Hallo ihr tollen Menschen da draußen :)
Ich freue mich heute meeeeeega darauf, dass ich bei der lieben Franzi einen Gastpost in ihrem virtuellen Adventskalender veröffentlichen durfte. :))))
Was euch bei Franzi auf Schlüssel-zum-Glück erwartet: Selbstgemachte, vegane, weihnachtliche Spekulatiusschokolade! Den Post hatte ich schon im Oktober vorbereitet...haha...da wurde also von mir schon die erste Packung Spekulatius verspeist. ^^ Also schaut gerne mal bei ihr vorbei.





Und auch die anderen haben ganz tolle Posts dort veröffentlicht. Hier seht ihr alle im Überblick:



Achtsamkeit

1 Jahr Vegan! - Was hat sich verändert?

12/14/2015

Hallo ihr tollen Menschen,
Bald ist es soweit und im Dezember lebe ich schon ein Jahr vegan! 1 Jahr habe ich weder Fleisch, Milch, Eier, Käse, Honig, Gelantine, Leder, Wolle, Pelz/Federn noch andere tierische Produkte konsumiert. Heute möchte ich ein bisschen meine Gedanken schweifen lassen und mich fragen, was sich seit dem bei mir so verändert hat. Sozusagen ein kleines Interview mit mir selbst... :D


Warum eigentlich vegan?

Die Gründe dafür sind sehr vielseitig. Vor etwa einem Jahr (es war ein paar Tage vor Weihnachten), schaute ich mit zwei Freunden The Walking Dead (was sonst) und verspeiste gerade eine riesige Käsepizza. Nicht nur dass ich extreme Bauchschmerzen danach bekam, mir wurde auch richtig übel von dem Gedanken gerade so viel Käse gegessen zu haben. Zu der Zeit trank ich schon keine Milch mehr und hatte mich gerade zuvor auch noch über die Milchindustrie und ihre Grausamkeiten informiert. Am nächsten Morgen dachte ich mir: So kann das nicht weiter gehen.
Den Wunsch vegan zu leben hat sich jedoch schon in den letzten Jahren entwickelt. Ich habe zu viele Videoaufnahmen gesehen, zu viele Artikel und Bücher gelesen und es an meinem eigenen Körper gespürt, dass tierische Produkte und die Massentierhaltung nicht gut sind. Also weder für die Tiere, für den Menschen, noch für die Umwelt.
Ich glaube, dass fast jeder, der sich ein Mal in die Materie einliest und Videoaufnahmen aus Schlachthäusern und Forschungszentren gesehen hat, irgendwann an einem Punkt gelangt, an dem er nicht mehr zurück kann. Irgendwann kann man die Augen vor dem Leid nicht mehr verschließen.

Einige wenige der vielen Gründe, die mich zum Veganer machten:

  • Tierleid und Sklaverei wollte ich nicht mehr unterstützen
  • Die Produktion von Fleisch trägt im großen Ausmaß zur Umweltverschmutzung, zum Welthunger und zu einem enormen Wasserverbrauch bei= nicht nachhaltig
  • Ich wollte mich gesünder ernähren, fitter werden und Krankheiten vermeiden
     

 

Gab es Aunahmen?

Ich habe zwei Mal ausversehen etwas Tierisches gegessen ( u.a. ein Kuchen der mir eigentlich als Vegan vorgstellt wurde, aber dann kam raus: "Achso, Ei isst du auch nicht?") Zum Geburtstag habe ich eine Bodylotion mit Honig geschenkt bekommen. Genauso wie ein paar alte Kosmetikprodukte, die nicht vegan sind, die ich aber noch aufbrauche. Wegschmeißen - also Verschwendung - finde ich einfach schlimmer. Allerdings habe ich mir in dem letzten Jahr niemals bewusst etwas tierisches gekauft oder konsumiert!

War die Umstellung schwer?

Dazu muss ich erstmal sagen, dass ich seit meinem 14. Lebensjahr kein Fleisch, Fisch und keine Gelantine esse und keine Leder-, Wolle- oder Pelzprodukte trage. Mit 21 habe ich dann auch das Milchtrinken sein lassen und zu dem Zeitpunkt schon 80% vegan gelebt. Eigentlich blieben nur noch Eier, Käse und nicht-vegane Kosmetikprodukte übrig.
Letzten Dezember kam für mich dann der Cut, an dem ich von heute auf morgen gesagt habe: Nein das will ich nicht mehr! Durch die Jahre davor, in denen ich immer mehr Produkte ausgeschlossen habe, konnte ich mich sehr langsam an den veganen Lebensstil gewöhnen und immer mehr Alternativen finden. Das machte den Umstieg für mich sehr viel einfacher. 

Wie reagiert das Umfeld?

Meine Freunde sind sehr unterstützend und leben zum Teil selbst vegetarisch. Den Schritt ins vegane hat leider noch niemand gewagt, aber ich denke, dass da jeder seine eigene Zeit braucht.

Konnte ich etwas verändert? Haben meine Entscheidungen Einfluss auf andere?

Defintiv ja!
Durch meine Entscheidung gibt es zumindest eine Kaufkraft weniger, die die Produktion tierischer Produkte unterstützt.
Außerdem inspiriere ich meine Umgebung dazu, öfter mal Vegan zu essen - weil sie alles kosten MÜSSEN, wenn ich koche oder backe. ;D Ein paar Rezepte von meinem Blog haben auch schon andere nachgekocht - das freut mich immer wieder. Und das tollste: Auf Arbeit kocht unsere Küchenchefin (und meiner Meinung nach die tollste Frau der Welt) nun öfter mal Vegan. Die Mitarbeiter bekommen es gar nicht immer mit und sie freut sich, wenn sie etwas Veganes für mich ausprobieren kann. Dadurch, dass immer mal Schokolade oder Kuchen zur Arbeit mitbringe, konnte ich viele Klischees beseitigen (Ha! Als Veganer kann man auch ungesund essen! ;D)
Dieses Prinzip nenne ich übrigens eine "Sanfte Rebellion". Ich gebe Menschen einfach so viel leckeres Essen, dass sie gar kein Fleisch mehr begehren. :D

Was hat sich bei mir verändert?

Seit dem ich vegan lebe, habe ich nicht nur ein "besseres Gewissen". Ich weiß, dass ich ganz nach meinen Überzeugungen lebe und handle. Das ist ein gutes Gefühl und bestärkt mich auch in anderen Entscheidungen. Schließlich habe ich das mit der veganen Umstellung geschafft, wieso nicht noch weitere Ziele angehen? Wieso nicht weitere alternative Lebensformen testen?

Ein für mich eher nebensächliche Veränderung: mir wurde mittlerweile von mehreren Seiten gesagt, dass ich abgenommen habe. Da ich keine Waage besitze, kann ich das leider nicht bestätigen. ^^ Allerdings fühle ich mich seit der 100%igen Umstellung sehr viel leichter (bessere Verdauung, keinen Blähbauch). Ich hungere nie oder esse extra weniger. Ehrlich gesagt, esse ich mehr als ich jemals in meinem Leben gegessen habe. Zwischendurch habe ich immer mal Fast Food Zeiten, in denen es dann (natürlich vegane) Pizzen, Käsetoasts, Schokolade und Sojawürstchen gibt. (Manchmal halten diese Zeiten auch zwei Wochen an...*hust*) Aber selbst die spiegeln sich nicht außergewöhnlich in meinem Gewicht wieder.

Außerdem habe ich sehr viele neue Lebensmittel kennengelernt. Am Anfang denkt man erstmal: "Oh, was soll ich denn noch essen?" In Wirklichkeit eröffnen sich aber eine gigantische Fülle an neuen Lebensmitteln. Allein die Pflanzenmilchauswahl ist riesig und so vielseitig! Haselnuss- und Kokosmilch waren für mich die Neuentdeckungen dieses Jahres. :)


Vegan zu leben bedeutet auch, dass man sich oft rechtfertigen und Diskussionen führen muss. Vegan ist eben noch nicht normal. Eine kleine Minderheit in der Gesellschaft - auch wenn diese immer größer wird. :) Doch gegen den Strom zu schwimmen, ist nicht immer schlimm.
Das stärkt im besten Fall das Durchsetzungsvermögen und macht einen selbstsicherer im Umgang mit anderen Meinungen.  Man lernt Argumente zu formulieren und - so lange genügend Leidenschaft und Ausdauer dafür da ist - ruhige Diskussionen zu führen. 
Mittlerweile lasse ich mich gerne darauf ein, wenn mir jemand Fragen zu meinen Lebensstil stellt. Und glücklicherweise (das war vor 10 Jahren noch ganz anders!) reagieren auch viele positiv auf meine Überzeugungen und wollen mehr darüber wissen.

Einzig allein die Frage "Und woher bekommst du dein Eisen/Protein?" kann ich nicht mehr hören und beantworte ich auch gar nicht mehr. :D  Aber dazu viellleicht ein anderes Mal mehr. :)

Wie sieht es bei euch aus? Ernährt ihr euch vielleicht schon vegan oder habt es in Zukunft vor? :) Haben sich dieses Jahr bei euch bestimmte Überzeugungen gefestigt?

Achtsamkeit

Minimalistischer Leben: Kleiderschrank ausmisten

11/28/2015

Juhu, endlich! Ich glaube dieser Post ist schon seit Monaten geplant und endlich habe ich ihn fertiggestellt. :) Ja, das Klamotten aussortieren war seltsamerweise eine der größten Hürden während meines Minimalistischer Leben-Projekt. Meine Vorraussetzungen waren ja auch sehr...schlecht!
7 Klamottenbeutel! 7! 
Aber ja, der 1. Schritt ist immer, sich bewusst zu machen, dass man ein Problem hat. Viele der Klamotten hatte ich das letzte Mal mit 16 getragen! Wieso ich die trotzdem behalten habe? Weil viele Erinnerungen damit verbunden waren und weil ich auch einfach zu faul war, mich an das Ausmisten zu wagen. Nach meiner Ausmist-Aktion bin ich jetzt an einem Punkt angelangt, andem ich nur noch Klamotten besitze, die ich gerne und regelmäßig anziehe. Hier stelle ich euch jetzt meine Tipps und Herangehensweise vor. Viel Spaß. :) 


1. Kleiderschrank - Problem - Analyse:

Ich brauche am Morgen ewig um ein Outfit zu finden
Ich habe Dinge in meinem Schrank, die mir nicht mehr passen
Ich habe Dinge in meinem Schrank, die ich nicht mehr schön finde
Ich ziehe meistens die selben Dinge an, in denen ich mich am wohlsten fühle
(Ich ziehe eigentlich nur Kleider und Lounge Klamotten an ^^)
Mein Kleiderschrank platzt
Ich will nachhaltiger leben, aber nur wie?
Shoppen finde ich manchmal sehr anstrengend
Ich gebe zu viel Geld für Klamotten im Monat aus.

Bei all diesen Problemen kann ein minimalistischerer Lebensstil helfen. Steht ja auch schon im Titel. Sonst würde das hier alles keinen Sinn machen. ;D


2. Das Ausmisten (nach der Konmari-Methode):

Mir hat die Methode nach dem Konzept von Marie Kondo aus dem Buch Magic Cleaning sehr beim Aussortieren geholfen. Dabei muss man ALLE Teile in die Hand nehmen & sich folgende Frage stellen: Macht mich dieses Teil glücklich?  Bestenfalls muss man über die Antwort nicht zu lange nachdenken und legt das Klamottenstück auf den Behalten- oder Weitergebstapel. Ja, Bestenfalls. Dass, das nicht immer sofort klappt ist verständlich. Deshalb möchte ich euch noch meine Hilfsfragen zeigen, die man sich vielleicht beim zweiten Durchgang stellen kann, wenn bei einigen Klamotten noch Unsicherheit herscht. Einige Fragen werdet ihr schon kennen, wenn ihr bereits meinen Bücher Ausmisten-Post gelesen habt.


3. Erneuerter Durchlauf:

Wann habe ich das letzte mal dieses Kleidungsstück angehabt?
Ist es bequem? Mag ich den Stoff?
Ziehe ich es regelmäßig an?
Würde ich es, wenn ich es im Laden sehen würde, noch mal kaufen?
Passt mir das Kleidungsstück noch? Passt es zu meinem Lebenstil?
Wie schwer ist es, ein ähnliches Teil zu beschaffen?
Passt das Kleidungsstück zu meinem aktuellen Kleidungsstil?

Die letzte Frage ist besonders dann relevant, wenn man bereits weiß, was sein eigener Stil ist. Bei mir war es lustgerweise genau andersherum und mir wurde erst nach dem Aussortieren bewusst, was für einen Kleidungsstil ich eigentlich habe. :) Dieser Effekt tritt nämlich dann ein, wenn vor einem nur noch 5 ähnliche Kleider in verschiedenen Farben liegen, die man jede Woche rauf und runter trägt!

Eine weitere Frage hat mir auch sehr geholfen: Hast du dir das Kleidungsstück nur gekauft, weil du den Stil bei anderen Leuten bewundert hast? Oder weil es deinen Traum-Lebensstil verkörpert? Beispielsweise habe ich mir immer vorgestellt, dass ich sicher später mal super seriös in einem Blazer durch die Weltgeschichte laufen werde. Falsch gedacht, in die Dinger bekommt mich niemand rein. :D Das bin so gar nicht ich. Gekauft hatte ich mir damals trotzdem einen (der auch echt gut aussah). Aber natürlich habe ich ihn niemals angezogen und auch nicht vor, ihn in Zukunft noch einmal anzuziehen...


4. Kleiderschrank-Analyse, Kauf- & Antikaufliste

Nachdem man seine Klamotten aussortiert hat kann man eine kurze Liste anfertigen. Darauf hält man fest, was man regelmäßig trägt und was man so gar nicht trägt (und deshalb erst gar nicht kaufen sollte) Beispielsweise finde ich Röcke an anderen total schön. Aber ich trage eigentlich nur schlichte schnell-drüberwerf-Kleider. Beim Aussortieren habe ich bemerkt, dass ich alle meine Röcke ausgemistet habe. Röcke sind mir manchmal einfach zu kompliziert, deshalb sollte ich sie auch nicht kaufen, auch wenn sie mir im Laden oder an Anderen gefallen.

Was ich nicht trage (und daher auch nicht kaufen sollte):
  • T-shirts
  • Röcke
  • Blazer/ Kurze Jacken
  • Jeans & Hosen
  • hohe Schuhe
  • Hüte
  • kurze Ketten, Ohrringe
  • kleine Taschen

Was ich trage:
  • Kleider
  • Cardigans
  • Pullover
  • Leggings, Strumpfhosen
  • Ballerinas, Turnschuhe, Stiefel
  • Schlauchschal
  • Mäntel
  • große Taschen, Rucksack
  • Taillengürtel

5. Stark bleiben & sich die Vorteile vor Augen führen:

Nach dem erfolgreichen Ausmisten heißt es jetzt: Keine unnötigen Klamotten mehr anhäufen, die sowieso nicht glücklich machen! Und sich regelmäßig die Vorteile einer minimalistischeren Garderobe bewusst machen

Vorteile:
  • Es ist unkompliziert, weil der Kleiderschrank nur noch mit den wenigen Lieblingsklamotten gefüllt ist. Alles was man rauskramt passt und steht einem. Die morgendliche Outfitsuche wird extrem vereinfacht. Auch das Packen für Reisen geht schneller. ;)
  • Man spart Geld,weil man weniger Neues kauft und Fehlkäufe vermeidet, sobald man weiß, was man am liebsten trägt.
  • Man macht sich den Tag über keine Gedanken über sein Aussehen, weil nichts kratzt, zwickt oder rumrutscht. Man fühlt sich einfach wohl.
  • Man kümmert sich um seine Lieblingsklamotten viel besser, weil sie nicht mehr zwischen den ganzen Anderen untergehen. Außerdem will man die Lieblingsklamotten auch besonder lange besitzen, daher muss man sie in einem guten Zustand halten. Wenn man nicht mehr so viel Kaufen will, dann neigt man auch eher dazu einfach mal etwas zu reparieren, als gleich das ganze Kleidungsstück wegzuschmeißen. Das ist wiederrum nachhaltiger!
  • Ich persönlich verschwende meine Gedanken jetzt an "wichtigeres" als mein Outfit. 
  • Man kann bewusster einkaufen und shoppt weniger nach Trends. Bestenfalls weiß man genau was man sucht und was man regelmäßig tragen wird. 

 

6. Verschenken, Spenden & Upcyclen

Am Ende sollte man das beste aus den aussortierten Klamotten machen. Schließlich wurden sie einmal hergestellt und Ressourcen gingen dafür drauf. Bei einem verlorenen Knopf oder einen kleinen Riss sollte man daran denken, dass man nur Nadel und Faden braucht. :) Oben seht ihr einen älteren Oversized Pullover, den mein Freund für mich in einen Cardigan umgenäht hat. Einige meiner aussortierten Klamotten habe ich auch aufgehoben, um für meine Nähprojekte ein bisschen Übungsstoff zu haben.
Außerdem freuen sich andere vielleicht über eure (noch gut erhaltenen) Klamotten! Verschenken und Spenden ist immer eine super Idee.

7. Immer daran denken:

Man muss nicht perfekt sein!
Ich weiß z.B. dass ich Pyjamas und "Lounge" Klamotten über alles liebe. Eigentlich bräuchte ich nur zwei, habe aber 5 verschiedene Schlafanzughosen und das ist auch okay. Ich liebe sie alle und wechsele gerne zwischen den Hosen. :) Beim MinimalistischEREN Leben geht es darum zu hinterfragen, was man wirklich braucht um glücklich zu sein! Wenn mich 7 Schlafanzughosen glücklich machen, dann ist das vollkommen okay. :) Das schlimmste ist, wenn man sich selbst zu sehr unter Druck setzt, dann macht das Ganze nämlich keinen Spaß mehr und man verliert die Motivation etwas zu ändern.


Ich denke, dass es zu dem Thema noch einen zweiten Teil geben wird. Dann wird es eventuell um das Zusammenstellen einer Capsule Wardrobe gehen und um Ideen, wie man langfristig mehr aus einer minimalistischen Garderobe macht, ohne den Spaß zu verlieren. 

Was mich noch interessieren würde: Was kommt bei eurer Kleiderschrank-Problem-Analyse heraus?^^ Oder habt ihr schon eure perfekte Garderobe? Wie wichtig ist euch Nachhaltigkeit beim Klamottenkauf?
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende & bis bald :)

Bauarbeiter-Hate

Gedankenschnipsel: unfreiwilliger Minimalismus & Youtube-Empfehlung

10/26/2015

Hallo meine kleinen Hippies da draußen,
ja ihr habt richtig gehört! Ich lebe gerade wirklich sehr Hippie-like...bzw. eher Hobo-like. Ich hab nämlich gerade kein Zimmer und schlafe seit zwei Wochen auf der Couch meiner Mitbewohnerin. Ja, so schnell kann es gehen. Da spaziert man ganz unschuldig in sein Zimmer und wird von einer riesigen Rußwolke überrascht, die langsam auf einen zu schwebt. Dank der "Verschönerungsmaßnahmen" an unserem Gebäude, sieht mein Zimmer nämlich jetzt nicht mehr ganz so schön aus. Der Schornstein ist durchgebrochen und alles im Zimmer schwarz. Rußbedeckt. Ungefähr zwei Wochen lang habe ich Bauarbeiter, Maler und Putzmänner in unserer Wohnung bewirtet (die an einem Punkt plötzlich mit meiner Tamponschachtel im Flur standen, um sie gerade abzustauben). Leider kamen durch die Bauarbeiten immer wieder Ruß ins Zimmer. Und später dann noch das gesamte Innenleben des Schornsteins, als unsere Wand aufgerissen wurde. (Habe ich euch schon mal von unserer weißen Couch erzählt...oder unserem Bett, auf dem natürlich 20 kleine weiße Kissen lebten?!) Ich hoffe einfach, dass mein Freund und ich irgendwann nächste Woche wieder unser Zimmer betreten dürfen und uns Bett und Sofa erstattet werden.



Ansonsten versuche ich das Beste aus meinem Hobo Hippie-Leben zu machen. Dadurch, dass wir gerade nicht viel benutzen können, habe ich wirklich nur das wichtigste aus meinem Zimmer "gerettet" und um mich herum gesammelt. Dazu gehört mein Laptop, mein Smartphone, die Nähmaschine meines Freundes, mein Tablet und meine..äh...Kosmetikprodukte...(natürlich sehr wichtig *_*°) Und auch wenn ich unser großes Bett, meinen Bastelkram und meinen geräumigen Schreibtisch vermisse, so hat es doch seine Vorteile mal zwangsweise mit so wenig auskommen zu müssen. Mich bestärkt das sogar meinen Besitz noch weiter zu minimieren. Denn ich habe einfach gemerkt, je weniger Auswahl ich habe, desto leichter fällt es mir, mich für etwas zu entscheiden.



Das bemerke ich z.B. beim Make-up. "Oh, welches Rouge könnte ich denn heute tragen? Ach, ich besitze ja nur eins - na dann drauf damit!" Und ich bemerkt das auch bei der Klamottenauswahl, da auch leider ein paar Klamotten der Rußwolke zum Opfer gefallen sind und von den Putzmännern in Beschlag genommen wurden. Insgesamt spare ich durch den gezwungenermaßen wenigen Besitz viel Zeit und Gedankenkraft (?!?), weil ich gar nicht so viele Entscheidungen treffen kann und muss. Manchmal können zu viele Entscheidungen lähmend wirken und sogar so weit führen, dass man sich am Ende für gar nichts mehr entscheidet (Paradoxie der Wahl). Wenn ich mit meinen Eltern beispielsweise im Restaurant sitze, ist meine Wahl ziemlich schnell getroffen, da sich meistens nur wenige vegane Optionen auf der Speisekarte befinden. Meine Eltern (Nicht-Veganer) brauchen dafür eeeewig, um sich einer Hauptspeise zu verschreiben. Man sieht das auch gut bei der Suche nach einem passenden Beruf/ einer passenden Berufung. Die Angst etwas "Falsches" zu wählen und dafür eine andere Option zu verpassen, hat mich lange Zeit gelähmt (und tut es sogar noch heute) eine Entscheidung zu treffen. Ich möchte damit nicht sagen, dass es grundsätzlich schlecht ist, dass wir heute so viele Möglichkeiten und Lebenswege haben. Aber ich möchte auch nicht die Probleme unterschlagen, die eine zu große Auswahl mit sich bringen. Ich glaube, dass sich deshalb auch einige Menschen nach einem einfacheren Leben sehnen. Ich gehöre auch dazu und versuche gerade durch den Minimalismus diesem "einfacherern" Leben etwas Näher zu kommen. Auch wenn ich diese Unsicherheit zwecks Berufung und Zukunft wahrscheinlich erstmal noch ein bisschen mit mir rumtragen werde, kann ich ja schon mal an anderen Lebensbereichen arbeiten und da etwas mehr zur Ruhe kommen. :D  

Passend zu meinem Hippie-Leben möchte ich euch einen tollen Youtube-Channel vorstellen. (Ich hatte in den letzten zwei Wochen sehr viel Zeit neue Youtuber zu entdecken und mich auf mein Hobo-Leben seelisch vorzubereiten ;D) Und zwar die beiden sympatischen Menschen von Exploring Alternatives. Ihr aktuelles Video finde ich wahnsinnig inspirierend und interessant! 
Die Beiden leben in einem Van, reisen von Ort zu Ort und arbeiten vom PC aus. Dabei teilen sie ihre Gedanken zum Thema Minimalismus und nehmen ihre Zuschauer mit auf die Reise durch die Welt. In ein paar Videos stellen sie auch andere Minimalisten und deren Lebensweise vor.
In kürzester Zeit hatte ich schon fast alle Videos durchgeschaut und dann noch die Artikel auf ihrem Blog aufgesaugt. Die beiden sind auch für Leute inspirierend, die nicht sofort in einen Van springen wollen und um die Welt reisen möchten.

Meine Lieblings-Videos & Blogartikel:
Big Weddings Aren’t for Everyone
What Should I Do with My Life?

Mich bestärken solche Videos und Artikel immer sehr, Normen und Konventionen zu hinterfragen und einfach zu machen, was ich will. Das klingt nämlich immer so leicht - "Mach doch einfach was du willst!" - aber ich merke immer wieder, wie oft ich meine Wünsche selbst zensiere. "Das geht doch nicht....niemand macht das so...meine Eltern würden ausflippen" und so weiter. Doch das geht! Siehst du doch, die haben es auch gemacht und leben noch! ;) Manchmal braucht man einfach ein paar Vorbilder, um selbst aktiv zu werden. Aber nein, ich werde jetzt nicht in einem Van von dannen ziehen und meine Chaos-WG hinter mir lassen. Noch nicht zumindest. :D


Mich freut es übrigens zur Zeit sehr, wie gut meine Minimalismus-Posts ankommen. Ich hatte ja Angst, dass dieses Thema niemanden interessiert und ich dann auf meinem Blog nur noch Selbstgespräche führe! :D Es ist einfach toll, Erfahrungen zu teilen und neuen Input durch euch zu bekommen. :) Leider kenne ich selbst noch nicht so viele Minimalismus-Blogs, also wenn ihr Empfehlungen habt, dann schreibt die doch einfach in die Kommentare. :) 

Ich hoffe ihr drückt mir alle die Daumen, dass ich bald wieder in unser Zimmer ziehen kann. Ich versuche gerade das Beste daraus zu machen, vielleicht sogar etwas dabei zu lernen und meine Probleme immer mal wieder in Relation zu ALLEM zu setzen. Letzte Woche hatten wir auf Arbeit wieder Flüchtlinge, die eine Wohnung suchen. Ein Mann besaß nicht mal ein paar frische Klamotten - nur die, die er am Körper trug. Solche Momente zeigen mir dann wiedermal, dass ich mich eigentlich verdammt glücklich schätzen kann. Wenn ich so nachdenke, bin ich einfach froh, dass während die Wand bei uns durchgebrochen ist, niemand im Zimmer war. Also weder meine Mitbewohnerin, noch mein Freund, noch jemand anders. Und dass der Unfall genau in der halben Stunde passiert ist, als ich kurz außer Haus war. Eigentlich bin ich ein echt verdammter Glückspilz. :)

Ich wünsche euch allen noch eine schöne Woche! Bis bald :)

DIY

Minimalistischer Leben: DIY Wiederverwendbare Abschminkpads

10/19/2015

Hallo ihr tollen Menschen,
durch einen Post von Lisa von Irgendwieso bin ich vor einiger Zeit auf die Idee gekommen, meine eigenen wiederverwendbaren Abschminkpads herzustellen. Schließlich benutze ich Wattepads täglich und so sammelt sich mit der Zeit viel zu viel Müll an!
Wann kam diese ganze Wegwerfkultur eigentlich auf? Von Küchenrolle, über Taschentücher, Wattestäbchen, Binden, Einwegrasierer und Putzlappen. Fast alles schmeißt man nach der einmaligen Nutzung weg.
Wenn ich daran denke wie sparsam da meine Großeltern gelebt haben mit ihren Stofftaschentüchern, die man einfach in der Waschmaschine gewaschen hat. Das sind eigentlich die wahren Minimalisten. ;)



In den ersten Wochen meiner Umstellung habe ich mein Make-up täglich mit einem Mikrofasertuch (dieses hier ist von Rossmann) abgenommen. 8 Stück habe ich insgesamt zu Hause, die ich am Ende der Woche in der Waschmaschine bei  60°C reinige. Aber nicht jedes Wochenende kam eine 60° Wäsche zusammen, so dass mir einmal die Tücher ausgingen und ich meine letzte Packung Wattepads anreißen musste. Außerdem brauchte ich nie das ganze Mikrofasertuch für mein Gesicht. Ein paar mehr Abschminkpads mussten also her. Deshalb habe ich ein paar der großen Mikrofasertücher zerteilt und einmal in der Mitte gefaltet. Zwei Seiten habe ich jeweils zugenäht und eine offen gelassen. So kann ich nämlich noch meine Finger in das Wattepad stecken und habe somit einen Mini-Schwamm für mein Augen-Makeup. ^^





Wer keine Nähmaschine hat, kann natürlich mit der Hand nähen oder sich einfach ein paar mehr der großen Mikrofasertücher kaufen. Ich mag aber diese kleinen Mini-Schwämmchen sehr zum Abschminken. ^^
















Abgeschminkt wird mit Kokosöl, womit ich sehr zufrieden bin. Nicht nur, dass ich jetzt auf eine Plastikflasche mehr im Bad verzichten kann. Das Kokosöl pflegt meine Gesichtshaut auch sehr gut und wird bei mir noch fleißig für andere Bereiche verwendet. :)

Für mich ist es momentan die einfachste, billigste und ökologischste Art mich abzuschminken. Das Waschen der Pads ist kein zusätzlicher Aufwand, weil Wäsche waschen muss ja sowieso leider immer gemacht werden. ^^

Wie schminkt ihr euch ab? Benutzt ihr normale Wattepads oder habt ihr auch schon eine billigere und nachhaltigere Alternative ausprobiert?

#firstworldproblem

Smoothie-Zimtswirl-Bauarbeiter-Licht-FAIL #firstworldproblem

9/30/2015

Es ist Mittwoch - ein ganz normaler Mittwoch Nachmittag - die Vögel zwitschern, die Sonne scheint, mein Tee dampft vor sich hin, schwitzende Bauarbeiter laufen auf dem Gerüst vor meinem Fenster hin und her - glänzend im Sonnenlicht - manchmal grüße ich sie - manchmal sehe ich auch nur eine riesiges Brett an meinem Fenster vorbeischweben. Manchmal höre ich wohlklingende Laute von draußen wie: "Harrriii, sache mol - wo hastn den Kleber wiedor hingedan? Isch find dän nisch mehr!"
Heute ist der erste Tag seit langem, an dem ich vor 18:30 Uhr zu Hause bin. Und da wollte ich gleich mal die Gelegenheit ergreifen und mal wieder ein Rezept posten. Es sollte mein Anti-Erkältungs-Smoothie-Shot Version Nr. 2 werden. Sehr erfrischen, sehr zimtig und total grün. Und wenn man schon mal ein bisschen Tageslicht abbekommt, dann wieso nicht gleich Fotos machen, dachte ich mir so auf dem Weg nach Hause. Doch die Welt dachte sich: Nicht heute, Phine, nein heute, da werden all deine Anstrengungen zunichtegemacht!"


Bei meinem ersten Versuch, diesen eigentlich tollen Smootie zu fotografieren, wollte ich eigentlich nur einen coolen Zimtswirl in den Smoothie swirlen! Einfach damit es noch ein bisschen hübscher aussieht. Das Ergebnis erinnert aber eher an... Entengrütze...oder braunen Staub auf Algen...Ich glaub selbst die Bauarbeiter haben mitleidig durch das Fenster geschaut und den Kopf geschüttelt. Nein das musste doch besser gehen!


Meine Photoshop-Skills reichten dann doch nicht aus, um den Zimtswirl glaubhaft "wegzushoppen".
Es half nichts, ich musste die Bilder noch mal machen. Ich bereitete alles vor, dekorierte noch schön mit einer Birne und Zitrone - muss ja anschaulich sein.



Plötzlich sehe ich eine riesige Staubwolke aus der Weite, die jede Sekunde an meinem Fenster vorbeiziehen würde - "Harrrrii, nisch da rein! Den Topf! Den Topf!" Ein rundlicher Bauarbeiter (Harrriii?) bleibt vor meinem Fenster stehen und versperrt mit seiner fülligen Form die letzten Sonnenstrahlen, die durch mein Fenster hätten kommen können. Die Staubwolke nähert sich. Ich brauche doch nur ein brauchbares Foto! Nur eins! Dauert nur 1 Sekunde! Doch es war zu spät - die Staubwolke erreicht uns. Es wird plötzlich ganz dunkel und still im Zimmer. Das ist das Ende.




Enttäuscht sinke ich auf die Couch. Okay...ich fühle mich geschlagen! Ich gebe auf! Entwas geknickt streife ich mir meinen super flauschigen-gepunkteten Schlafanzug über, laufe in die Küche und hole mir eine Schüssel vegane Nougat-Cornflakes mit Reismilch. Blogger haben es schon echt nicht leicht. Und Harrie vor meinem Fenster, der freut sich, weil er jetzt gleich Feierabend hat. 

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Wer trotzdem das Rezept für den super grünen Anti-Erkältungssmoothie Version Nr. 2 möchte, bekommt es jetzt:

Zutaten:

100 g Tiefkühlspinat (oder Frischen wenn ihr noch welchen findet)
1 Birne
1 Banane
Ingwer (so viel, wie ihr vertragt)
1 Zitrone
2 - 3 TL Zimt (so zimtig wie möglich!)

Alles vermixen und fertig. :)

Hier habe ich euch mal die 1. Version des Anti-Erkältungs-Smoothie -Shot verlinkt. :) Jetzt gerade ist ja wieder Erkältungszeit, da passt der immer gut. Das Lichtproblem werde ich durch das Gerüst vor meinem Fenster leider erstmal nicht lösen können (bis nächstes Jahr wahrscheinlich). Jetzt werde ich wohl mal nach einer passenden Tageslichtlampe stöbern müssen...

Wenn ihr bloggt: Was macht ihr bei blöden Lichtverhältnissen / im Winter? Habt ihr Tageslichtlampen? Könnt ihr mir etwas empfehlen? ^^

Dressing

Tzatziki aus Tofu

9/18/2015






Hallo ihr tollen Menschen da draußen,
schon wieder dieser Tofu! Gerade hat er es mir ziemlich angetan und besonders den Seidentofu habe ich für mich entdeckt. Letzten Monat habe ich schon Mousse au Chocolat aus Seidentofu gemacht und diese Woche ein zweites Rezept mit Seidentofu ausprobiert, welches ich auf Chefkoch entdeckt habe. :) Zwar ist die Grillsaison schon wieder vorbei, aber Tzatziki geht doch eigentlich immer.

Zutaten:

400 g Seidentofu
1/2 Gurke

2 - 3 Knoblauchzehen
Salz & Pfeffer nach Geschmack
1 EL Zitronensaft


Optional: Chiliflocken


Zubereitung:

1. Gurke würfeln
2. Seidentofu zusammen mit den Knoblauchzehen und dem Zitronensaft im Mixer vermixen (Knoblauch vorher am besten mit der Knoblauchpresse zerkleinern, sonst habt ihr eventuell noch ganze Stücke drin)
3. Salz und Pfeffer hinzugeben
4. Masse mit den Gurkenwürfeln vermengen

Und zu was isst man das/den/die Tzatziki nun am besten? Na zu..ähm...Fertig-Gemüsestäbchen (wenn man sich schon die Mühe gemacht hat, alles selbst zu machen) oder zu Falafel oder zu Kartoffeln oder zu Gemüsepfannen und Reis. Oder als Joghurtsoße (mit weniger Knoblauch) für den Salat verwenden! Es gibt sehr viele Möglichkeiten. Ganz wichtig ist hierbei der Zitronensaft, der dem Ganzen den Joghurtartigen (ich weiß, tolle Beschreibung) Geschmack verleiht. Sonst schmeckt es nämlich einfach nur nach Tofu.

Ich hoffe ihr probiert das Rezept aus. So langsam habe ich für alle meine Lieblingsgerichte mehr als ehrwürdige Ersätze gefunden. :)

Falls ihr vegan lebt: Welches Gericht/ welches Lebensmittel fehlt euch und würdet ihr gerne mal "veganisieren"?

Achtsamkeit

Minimalistischer Leben: Bücher aussortieren - Tipps & Tricks

9/11/2015


Hallo ihr tollen Menschen,
mein Minimalismus-Projekt geht in die nächste Runde! Innerhalb der letzten Wochen habe ich meinen ganzen Wohnbereich in der WG entrümpelt und mich auch den längst verstaubten Kisten auf den Schränken gewidmet.

Was habe ich aussortiert?
Klamotten
Pflege- und Kosmetikartikel
Bücher, DVDs, CDs, Videospiele
Wichtige Papiere, Büroartikel
Bastel- & Malzubehör
Dekoartikel
Bettwäsche, Handtücher, Geschirr
Technische Geräte
Erinnerungsstücke

Zu ein paar Kategorien wird es in den nächsten Wochen und Monaten noch einzelne Posts geben. Von einigen Gegenständen konnte ich mich schwerer trennen, als von anderen. Meine Tipps & Tricks möchte ich hier mit euch teilen, damit ihr auch erfolgreich entrümpeln könnt. :)

Wieso sortiere ich überhaupt etwas aus?
Ich möchte nur noch Gegenstände um mich herum haben, die mich glücklich machen, die ich wertschätze, die mein Leben "unterstützen", die ich wirklich benutze und die ausdrücken wer ich bin. Den Besitz von zu vielen Gegenständen empfinde ich als belastend und zeitaufwändig. Was "zu viel" bedeutet ist natürlich sehr individuell und sollte jeder für sich selbst entscheiden.



In meinem bisherigen Leben bin ich bereits 3 mal umgezogen. 3 mal fast 4 große, bis zum Rand vollgestopfte Kisten mit Büchern zu seiner neuen Wohnung zu transportieren ist nicht sehr angenehm für jemanden mit wenig Armkraft (Puddingarme sag ich euch!). Noch sinnloser erscheint das ganze gerade dann, wenn die meisten Bücher in der Kiste seit 10 Jahren nicht mehr von mir gelesen wurden und wahrscheinlich auch in der Zukunft nicht mehr gelesen werden. Meine Umzugshelfer waren auch nicht sehr erfreut von den Unmengen an Kram den sie schleppen durften...daher musste sich etwas ändern. ^^

Ich hab während meiner Entrümplungsaktion jedes Buch in die Hand genommen, kurz betrachtet und mir dann folgende Fragen gestellt:



Nicht bei jedem Buch musste ich mir alle Fragen stellen. Bei vielen reichte auch ein kurzer Blick und das Bauchgefühl sagte einfach: Du braucht das nicht mehr in deiner Wohnung!
Aber gerade wenn ich sentimentale Gefühle mit dem Buch verband, fiel es mir natürlich schwerer, mich davon zu trennen. Die Fragen oben können dann helfen, einen klaren Blick bei der Ausmist-Aktion zu behalten.

Ein Gedanke, der mir noch sehr weiter geholfen hat: Bücher sind da, um gelesen zu werden! Nicht, um im Regal rumzustehen und zu verstauben. Andere Menschen sollten auch die Möglichkeit bekommen, diese Bücher zu lesen. Verleihe sie! Verschenke sie!




Und natürlich ist es möglich, sich viele Bücher als E-Book zu besorgen. Ich habe hin und her überlegt, ob ich mir einen E-Book-Reader zulege und mich dann vorerst dagegen entschieden. Neben der finanziellen Belastung, würde damit auch wieder ein neuer Gegenstand, der im schlimmsten Fall verstauben würde, in meine Wohnung einziehen. Außerdem möchte ich nicht zu viele technische Geräte besitzen, da für deren Herstellung sehr viele Ressourcen verbraucht werden. Ein Smartphone habe ich nun sowieso schon - wieso dann nicht einfach die Kindle-App runterladen und auf dem Smartphone lesen? Entgegen meiner Befürchtungen lässt es sich ausgezeichnet auf dem relativ kleinen Bildschirm lesen, da man Helligkeit und Größe der Buchstaben ganz leicht einstellen kann. Mein Telefon trage ich jeden Tag mit mir herum und hab so zu jeder Zeit ein paar Bücher dabei, die ich bei Langeweile oder während Wartezeiten lesen kann. :) E-Books sind generell günstiger und einige Klassiker sogar kostenlos! Eine andere Möglichkeit wäre natürlich noch Bücher aus der Bibliothek auszuleihen. Besonders wenn man das "Buch-anfass-Gefühl" mag :)






Wer sich nur ganz schwer von seinen Büchern trennen kann, hier noch ein Tipp: Alle Bücher in einer Kiste verpacken und auf den Schrank stellen. Jetzt über die nächsten Wochen oder Monate immer dann ein Buch herausnehmen und in das Bücherregal zurückstellen, wenn man es lesen möchte. Nach einer selbstgewählten Zeitspanne die restlichen Bücher aus der Kiste weggeben. So sieht man, welche Bücher man noch mal benutzt.

Hat man erstmal ausgemistet, kommt natürlich die große Frage: Was mache ich mit den ganzen Büchern?
  • In einer Umsonst-Kiste vor der Haustür platzieren
  • In einen Umsonst-Laden bringen
  • In eine offene Bibliothek bringen
  • An Freunde verschenken
  • Spenden 
  • Im Internet verkaufen (Ebay, Rebuy,...)  

Von den ehemals 4 Kisten voller Bücher sind nur noch 8 Bücher übrig geblieben. Diese liebe ich und würde ich definitiv wieder lesen. Habt ihr schon daran gedacht, eure Bücher auszusortieren? Oder ist das ein absolutes No-Go für euch als Buchliebhaber? Gibt es für euch "Sammlerstücke", die ihr niemals weggeben würdet?

Essen

Schnelles Mousse au Chocolat aus Tofu

8/30/2015

Hallo ihr tollen Menschen da draußen,
ihr wisst ja, ich stehe auf einfache und schnelle, semi-gesunde Rezepte. In 5 Minuten ein schokoladiges Dessert inklusive seltsamer Zutaten? Her damit! Aber erstmal zu der Hauptzutat: Tofu! Für mich ist es immer noch ein großes Geheimnis, wie man Tofu genießbar zubereitet. Denn obwohl man ja davon ausgeht, dass ich als Veganer alles mit Tofu inhalieren müsste, kann ich mit dem weißen wabbeligen Zeug eigentlich nicht so recht was anfangen. Außer in Würstchenform aus dem Supermarkt, landet es als Fleischersatz eigentlich so gut wie nie auf meinem Teller. Bei Chefkoch bin ich dann auf ein Mousse au Chocolat gestoßen, das verrückter Weise aus Tofu besteht.   

Ok, alles was ihr braucht sind:

250g Seidentofu
150 g dunkle Schokolade
Topping der Wahl


Ihr schmelzt die 150g Schokolade im Wasserbad. Dann packt ihr den Seidentofu (nehmt unbedingt Seidentofu...nicht den Normalen!) in den Mixer mit der geschmolzenen Schokolade und mixt ordentlich alles zusammen. Dann schüttet ihr das Gemisch in eine Schüssel und stellt sie in den Kühlschrank. Nach 20 minuten ist die vorerst sehr flüssige Masse  etwas fester geworden und nun könnt ihr das Mousse mit Beeren oder Kokosraspeln oder Nüssen toppen. Super einfach und in 5 Minuten zubereitet! Je länger ihr das Mousse im Kühlschrank lasst, umso fester und dichter wird es übrigens.


Im Orginial-Rezept wird übrigens noch 1 EL Rum dazu gepackt, aber es schmeckt auch ohne richtig gut! Mein Freund kam übrigens so an: "Oh lecker Pudding! Nomnomnom". Nein, das ist kein Pudding - das ist Mousse au Chocolat - französisch und so - super fancy - darf man nicht essen, wenn man gerade noch im Schlafanzug ist. 

Okay, dann wünsche ich euch viel Spaß beim Ausprobieren. Mit den Tofu-Experimenten geht es jetzt weiter. :) Mal sehen was noch so dabei rauskommt. :D

Mögt ihr Tofu? In welchem Gericht esst ihr es am liebsten?

Achtsamkeit

Minimalistischer Leben: Buchempfehlung, Youtube, Inspiration

8/15/2015

Hallo ihr tollen Menschen da draußen!
Heute möchte ich euch mal anstatt meinen Monatsfavoriten (ist ja auch schon arg spät dafür) meine Minimalismus-Favoriten vorstellen. Die letzten Wochen habe ich mich sowieso fast nur diesem Thema gewidmet und muss sagen, dass ich da eine neue Leidenschaft entwickelt habe. :) Minimalistischer Leben macht glücklicher, das kann ich mittlerweile bestätigen. :))



Okay, beginnen wir mal mit dem Buch das - und jetzt kommt ein Satz, den ich nicht oft sage - mein Leben verändert hat. Zu verdanken habe ich das der tollen Theresa, die mir das Buch von Marie Kondo: Magic Cleaning // engl. The Life-Changing Magic of Tidying Up empfohlen hat. Und auch wenn der Buchtitel erstmal grausam klingt (in meinen Ohren zumindest) sollte es JEDER unbedingt lesen. Ich habe mich ja bereits zuvor schon mit Minimalismus auseinandergesetzt und mich von einigen Dingen getrennt, aber erst mit diesem Buch hat es bei mir erst richtig klick gemacht.
Marie Kondo begeistert sich eigentlich schon seit ihrer Kindheit fürs Aufräumen und Organisieren. In ihrem Buch schreibt sie davon, wie sie jeden Tag aus der Schule nach Hause kam, erst mal alle Zimmer ihres Elternhauses aufräumte und sich den neusten Organisationstrends widmete...was 14jährige Mädchen nun mal so machen. ;D Mit der Zeit merkte sie aber, dass ihre ständigen Aufräumsessions überhaupt nichts nützten und meistens einen Tag später sowieso alles wieder im Chaos versank. Es wäre doch traumhaft, wenn es eine Möglichkeit gäbe, wie man nie wieder aufräumen müsste, oder? Doch das Problem liegt nicht an einer unpassenden Organisation oder Aufräummethode, sondern dass man einfach zu viele Dinge besitzt. Dann ist es doch nur logisch, dass man immer wieder mit Aufräumen und Organisieren beschäftigt ist. Langfristig hilft da nur: Entrümpeln und weniger Besitztümer anhäufen.

          Ihre Methoden:
  • Nach Kategorien getrennt entrümpeln (nach einer bestimmten Reihenfolge)
  • Nur was glücklich macht darf bleiben
  • Jedes Ding bekommt einen festen Ort
  • Gleiche Dinge kommen an einen Ort
  • Weg mit den Ordnungshelfern
  • alles in einem Rutsch entrümpeln
  • ...

    Dabei gibt sie auch Antworten, auf gängige Fragen, die man sich beim Ausmistens stellt:
  • Erinnerungsstücke: behalten oder nicht?
  • wie trenne ich mich leichter von Gegenständen?
  • was soll man mit Fotos anstellen?
  • was macht man mit wichtigen Schriftstücken & Unterlagen?
  • Sommer und Wintersachen?
  • ...
Ihr Buch ist meiner Meinung nach sehr unkonventionell. Wer nach einer schnellen Lösung fürs Aufräumen für zwischendurch sucht, wird mit den Tipps nämlich nicht viel anfangen können. Denn man muss sich zwischendurch intensiv mit sich selbst und seinem Besitz beschäftigen. Und das ist nicht immer angenehm. Beispielsweise habe ich 6 große Säcke voller Klamotten ausgemistet (6 Säcke!!! Mehr dazu in einem anderen Post) Ich habe mich richtig geschämt, dass ich über die Jahre so viele Klamotten angehäuft und so viel Geld für Sachen ausgegeben habe, die ich nicht einmal wirklich gerne anziehe. Oder auch die sentimentalen Besitztümer, die ich aufgehoben habe, die aber auch mit negativen Erinnerungen verknüft sind, an die ich ja eigentlich nicht erinnert werden möchte.
Der Prozess des Entrümpelns kann sehr, sehr lange dauern. Bei mir dauerte es ungefähr zwei Wochen. Und selbst jetzt merke ich, dass immer noch ein paar Ecken mehr minimalisiert werden könnten.
Aber, ob ihr es glaubt oder nicht, seitdem ich diese Entrümplungsaktion gestartet habe muss ich wirklich nicht mehr Aufräumen. (Fast) jedes Teil in meinem Zimmer macht mich glücklich und hat einen festen Platz. Ich muss kaum noch suchen oder rumkramen, wenn ich einen bestimmten Gegenstand benutzen möchte. In meinem Zimmer gibt es jetzt insgesamt 9 Schubladen/Kisten/Fächer, die leer stehen, weil ich mich von so vielen Dingen getrennt habe. Und das Beste: die Dinge, die noch übrig sind, schätze ich sehr und habe auch das Gefühl, dass ich sie besser behandle.  
Übrigens schreibt Marie Kondo keine bestimmte Anzahl an Gegenständen vor, die nach dem Ausmisten noch übrig bleiben dürfen oder wie ein aufgeräumtes Zimmer auszusehen hat. Jeder Mensch hat andere Prioritäten im Leben und somit auch andere Bedürfnisse, was Konsum und Besitz angeht.
Der einizige Minuspunkt des Buches ist, dass sie zu oft vom Wegschmeißen spricht. Meiner Meinung nach ist das nicht gerade ökologisch, da bin ich eher fürs Aufbrauchen, Verschenken und Spenden. Ansonsten kann ich das Buch uneingeschrenkt empfehlen.
Ein bisschen abgedreht ist das Buch ja schon an einigen Stellen. Aber irgendwie finde ich das sehr sympathisch. Sie ist halt ein Aufräum-Nerd und das zeigt sich auch in einigen Passagen im Buch immer wieder. ^^
 

Sehr begeistert bin ich auch von dem Blogger Leo Babauta, der auf seiner Seite Zen Habits über Minimalismus und Achtsamkeit bloggt. Seine Post sind immer kurz und knackig, ohne dabei an Tiefgründigkeit einzubüßen. Besonders angetan bin ich von seinen Posts The Anti-Bucket List und the best goal is no goal. 
Aber nun zu seinem Buch "Focus - A simplicity manifesto in the Age of Distraction". Wie man es dem Titel schon entnehmen kann, geht es in seinem Text darum, wie man seinen eigenen Focus finden kann. Dabei deckt er alle Fokus-Killer bzw. Ablenkungen auf, die uns so tagtäglich umgeben: wie z.B. der Arbeitsplatz, Verpflichtungen, Internet & social Media, Nachrichten, eigene Ziele,...
Mit einfachen und klaren Anleitungen, gibt er viele nützliche Tipps, wie man diesen Ablenkungen aus dem Weg gehen kann.
Ich habe nicht das ganze Buch gelesen, sondern die kostenlose PDF, die er auf seiner Seite anbietet. Dafür habe ich die PDF jetzt aber schon ein zweites Mal gelesen. :) Ganz nebenbei ist das Layout des PDFs echt schön und übersichtlich und hach ein Augenschmauß. :3



Meine dritte Empfehlung für heute ist die Bloggerin und Youtuberin LightbyCoco. Bei Coco dreht sich auch alles um Minimalismus und wie sie selbst und ihr Ehemann minimalistisch Leben, Reisen, Essen, Wohnen und sich kleiden. Fast zu jedem Lebensbereich gibt es schon Videos. Meine Favoriten sind folgende:


Ihre Art und Weise Dokumente zu organisieren habe ich z.B. 1 zu 1 übernommen (sogar den selben Ordner ^^) und bin von 3 großen Ordnern zu einem dünnen Akkordeon-Ordner gewechselt. Durch sie habe ich auch das Prinzip der Capsule Wardrobe kennengerlernt und bin gerade dabei vieles umzustellen.
LightbyCoco kann ich besonders den Menschen ans Herz legen, die sich vielleicht schon ein bisschen mit Minimalismus beschäftigt haben. Denn ich glaube, wer sich zum ersten Mal ihre Videos anschaut und denkt: "What the fuck? So könnte ich nie leben. In ihrem Zimmer steht ja gar nix!" der sollte sich vielleicht erstmal langsam an das Minimalismus-Thema mit Marie Kondos Buch herantasten, bevor man noch ganz abgeschreckt wird. :D

So, auch wenn ich noch 100 weitere Favoriten für euch bereit hätte, mache ich für heute erstmal Schluss. Einen zweiten Teil wird es sicher irgendwann geben. ^^ Vielleicht ist für euch ja was dabei gewesen. Lasst es mich unbedingt wissen, falls ihr auch einen Buch-, Podcast-, Youtube- oder Filmempfehlung für mich habt. Ich verschlinge gerade alles zu dem Thema. ;)

DIY

Upcycling/DIY: Instant Glück in der Box

8/04/2015

Hallo ihr tollen Menschen!
Nach meinem letzten Post muss heute mal wieder etwas "leichteres" her...obwohl der Anlass für das heutige DIY/Upcycling-Projekt eigentlich etwas traurig ist, denn meine Freundin Julia verlässt Deutschland und zieht für ein Jahr nach Schottland. :( Das heißt dann wohl leider, dass wir eine Fernfreundschaft führen müssen. Sich innerhalb Deutschlands zu besuchen war bis jetzt einfach viel leichter und komfortabler, als in ein anderes Land zu fahren. Dafür wird sie aber sicher eine tolle Zeit im Ausland haben und für mich bedeutet das natürlich auch, dass ich ENDLICH mal Urlaub in Schottland machen werde. :)













Da es besonders in der Anfangszeit sicher nicht so leicht sein wird, alleine in einer fremden Stadt so weit weg von seinem zu Hause und seinen Freunden zu sein, wollte ich ihr noch eine kleine Erinnerung mitgeben. Denn gerade wenn man sich alleine fühlt, sollte man daran erinnert werden, dass Freunde immer für einen da sind, auch wenn man so weit voneinander entfernt ist. Daher habe ich ihr eine Instant Glücksbox gebastelt, deren Idee ich von Pinterest geklaut habe. Hier seht ihr die Original-Boxen, die man auch bei Etsy kaufen kann.
Aber: wieso kaufen, wenn man die auch super einfach selbst herstellen kann?  Diese Bastellei ist so einfach, dass ich am selben Tag sogar noch eine 2. Box mit - wie sollte es auch anders sein - einer Katze gebastelt habe. Mit Anleitung selbstverständlich!

Alles was ihr braucht:

Leere Streichholzschachtel
Farbe
Dickeres Papier
Stifte
Kleber
































Ich hoffe die Anleitung erklärt sich von alleine. ^^ Das Wichtigste ist eigentlich nur, dass man die Schachtel erstmal abmisst, auf ein Blatt übertragt und dann sein Motiv nach Wahl in das Feld zeichnet. Sodass am Ende alles passt. Damit sich das Motiv vom Boden abhebt, sollte man etwas Moosgummi, ein dickes Stück Pappe oder etwas Anderes unter dem Motiv befestigen, bevor man es auf den Untergrund klebt.

Jetzt nimmt man noch ein Stück Papier und schneidet es nach den Maßen der Box zu recht. Das wird die Außenseite der Box. Bemalt und Beschriftet die Box einfach so, wie ihr wollt. :) Dann klebt das Papier auf die Box.



Und fertig ist die (hoffentlich) super aufmunternde Glücksbox. :)










































Hier seht ihr noch die Variante für Julia. Ich hoffe natürlich, dass sie sich über ihre Instant Glücks Box freut. Irgendwie finde ich es schön, auch mal visuell ein paar Komplimente und aufmunternde Worte zu verschenken. :)

Was mich jetzt noch interessieren würde: Wie zeigt ihr euren Freunden, dass sie euch wichtig sind? Und habt ihr selbst Fernfreundschaften?