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Gastpost: vegane Weihnachtsspekulatiusschokolade

12/19/2015


Hallo ihr tollen Menschen da draußen :)
Ich freue mich heute meeeeeega darauf, dass ich bei der lieben Franzi einen Gastpost in ihrem virtuellen Adventskalender veröffentlichen durfte. :))))
Was euch bei Franzi auf Schlüssel-zum-Glück erwartet: Selbstgemachte, vegane, weihnachtliche Spekulatiusschokolade! Den Post hatte ich schon im Oktober vorbereitet...haha...da wurde also von mir schon die erste Packung Spekulatius verspeist. ^^ Also schaut gerne mal bei ihr vorbei.





Und auch die anderen haben ganz tolle Posts dort veröffentlicht. Hier seht ihr alle im Überblick:



1 Jahr Vegan! - Was hat sich verändert?

12/14/2015

Hallo ihr tollen Menschen,
Bald ist es soweit und im Dezember lebe ich schon ein Jahr vegan! 1 Jahr habe ich weder Fleisch, Milch, Eier, Käse, Honig, Gelantine, Leder, Wolle, Pelz/Federn noch andere tierische Produkte konsumiert. Heute möchte ich ein bisschen meine Gedanken schweifen lassen und mich fragen, was sich seit dem bei mir so verändert hat. Sozusagen ein kleines Interview mit mir selbst... :D


Warum eigentlich vegan?

Die Gründe dafür sind sehr vielseitig. Vor etwa einem Jahr (es war ein paar Tage vor Weihnachten), schaute ich mit zwei Freunden The Walking Dead (was sonst) und verspeiste gerade eine riesige Käsepizza. Nicht nur dass ich extreme Bauchschmerzen danach bekam, mir wurde auch richtig übel von dem Gedanken gerade so viel Käse gegessen zu haben. Zu der Zeit trank ich schon keine Milch mehr und hatte mich gerade zuvor auch noch über die Milchindustrie und ihre Grausamkeiten informiert. Am nächsten Morgen dachte ich mir: So kann das nicht weiter gehen.
Den Wunsch vegan zu leben hat sich jedoch schon in den letzten Jahren entwickelt. Ich habe zu viele Videoaufnahmen gesehen, zu viele Artikel und Bücher gelesen und es an meinem eigenen Körper gespürt, dass tierische Produkte und die Massentierhaltung nicht gut sind. Also weder für die Tiere, für den Menschen, noch für die Umwelt.
Ich glaube, dass fast jeder, der sich ein Mal in die Materie einliest und Videoaufnahmen aus Schlachthäusern und Forschungszentren gesehen hat, irgendwann an einem Punkt gelangt, an dem er nicht mehr zurück kann. Irgendwann kann man die Augen vor dem Leid nicht mehr verschließen.

Einige wenige der vielen Gründe, die mich zum Veganer machten:

  • Tierleid und Sklaverei wollte ich nicht mehr unterstützen
  • Die Produktion von Fleisch trägt im großen Ausmaß zur Umweltverschmutzung, zum Welthunger und zu einem enormen Wasserverbrauch bei= nicht nachhaltig
  • Ich wollte mich gesünder ernähren, fitter werden und Krankheiten vermeiden
     

 

Gab es Aunahmen?

Ich habe zwei Mal ausversehen etwas Tierisches gegessen ( u.a. ein Kuchen der mir eigentlich als Vegan vorgstellt wurde, aber dann kam raus: "Achso, Ei isst du auch nicht?") Zum Geburtstag habe ich eine Bodylotion mit Honig geschenkt bekommen. Genauso wie ein paar alte Kosmetikprodukte, die nicht vegan sind, die ich aber noch aufbrauche. Wegschmeißen - also Verschwendung - finde ich einfach schlimmer. Allerdings habe ich mir in dem letzten Jahr niemals bewusst etwas tierisches gekauft oder konsumiert!

War die Umstellung schwer?

Dazu muss ich erstmal sagen, dass ich seit meinem 14. Lebensjahr kein Fleisch, Fisch und keine Gelantine esse und keine Leder-, Wolle- oder Pelzprodukte trage. Mit 21 habe ich dann auch das Milchtrinken sein lassen und zu dem Zeitpunkt schon 80% vegan gelebt. Eigentlich blieben nur noch Eier, Käse und nicht-vegane Kosmetikprodukte übrig.
Letzten Dezember kam für mich dann der Cut, an dem ich von heute auf morgen gesagt habe: Nein das will ich nicht mehr! Durch die Jahre davor, in denen ich immer mehr Produkte ausgeschlossen habe, konnte ich mich sehr langsam an den veganen Lebensstil gewöhnen und immer mehr Alternativen finden. Das machte den Umstieg für mich sehr viel einfacher. 

Wie reagiert das Umfeld?

Meine Freunde sind sehr unterstützend und leben zum Teil selbst vegetarisch. Den Schritt ins vegane hat leider noch niemand gewagt, aber ich denke, dass da jeder seine eigene Zeit braucht.

Konnte ich etwas verändert? Haben meine Entscheidungen Einfluss auf andere?

Defintiv ja!
Durch meine Entscheidung gibt es zumindest eine Kaufkraft weniger, die die Produktion tierischer Produkte unterstützt.
Außerdem inspiriere ich meine Umgebung dazu, öfter mal Vegan zu essen - weil sie alles kosten MÜSSEN, wenn ich koche oder backe. ;D Ein paar Rezepte von meinem Blog haben auch schon andere nachgekocht - das freut mich immer wieder. Und das tollste: Auf Arbeit kocht unsere Küchenchefin (und meiner Meinung nach die tollste Frau der Welt) nun öfter mal Vegan. Die Mitarbeiter bekommen es gar nicht immer mit und sie freut sich, wenn sie etwas Veganes für mich ausprobieren kann. Dadurch, dass immer mal Schokolade oder Kuchen zur Arbeit mitbringe, konnte ich viele Klischees beseitigen (Ha! Als Veganer kann man auch ungesund essen! ;D)
Dieses Prinzip nenne ich übrigens eine "Sanfte Rebellion". Ich gebe Menschen einfach so viel leckeres Essen, dass sie gar kein Fleisch mehr begehren. :D

Was hat sich bei mir verändert?

Seit dem ich vegan lebe, habe ich nicht nur ein "besseres Gewissen". Ich weiß, dass ich ganz nach meinen Überzeugungen lebe und handle. Das ist ein gutes Gefühl und bestärkt mich auch in anderen Entscheidungen. Schließlich habe ich das mit der veganen Umstellung geschafft, wieso nicht noch weitere Ziele angehen? Wieso nicht weitere alternative Lebensformen testen?

Ein für mich eher nebensächliche Veränderung: mir wurde mittlerweile von mehreren Seiten gesagt, dass ich abgenommen habe. Da ich keine Waage besitze, kann ich das leider nicht bestätigen. ^^ Allerdings fühle ich mich seit der 100%igen Umstellung sehr viel leichter (bessere Verdauung, keinen Blähbauch). Ich hungere nie oder esse extra weniger. Ehrlich gesagt, esse ich mehr als ich jemals in meinem Leben gegessen habe. Zwischendurch habe ich immer mal Fast Food Zeiten, in denen es dann (natürlich vegane) Pizzen, Käsetoasts, Schokolade und Sojawürstchen gibt. (Manchmal halten diese Zeiten auch zwei Wochen an...*hust*) Aber selbst die spiegeln sich nicht außergewöhnlich in meinem Gewicht wieder.

Außerdem habe ich sehr viele neue Lebensmittel kennengelernt. Am Anfang denkt man erstmal: "Oh, was soll ich denn noch essen?" In Wirklichkeit eröffnen sich aber eine gigantische Fülle an neuen Lebensmitteln. Allein die Pflanzenmilchauswahl ist riesig und so vielseitig! Haselnuss- und Kokosmilch waren für mich die Neuentdeckungen dieses Jahres. :)


Vegan zu leben bedeutet auch, dass man sich oft rechtfertigen und Diskussionen führen muss. Vegan ist eben noch nicht normal. Eine kleine Minderheit in der Gesellschaft - auch wenn diese immer größer wird. :) Doch gegen den Strom zu schwimmen, ist nicht immer schlimm.
Das stärkt im besten Fall das Durchsetzungsvermögen und macht einen selbstsicherer im Umgang mit anderen Meinungen.  Man lernt Argumente zu formulieren und - so lange genügend Leidenschaft und Ausdauer dafür da ist - ruhige Diskussionen zu führen. 
Mittlerweile lasse ich mich gerne darauf ein, wenn mir jemand Fragen zu meinen Lebensstil stellt. Und glücklicherweise (das war vor 10 Jahren noch ganz anders!) reagieren auch viele positiv auf meine Überzeugungen und wollen mehr darüber wissen.

Einzig allein die Frage "Und woher bekommst du dein Eisen/Protein?" kann ich nicht mehr hören und beantworte ich auch gar nicht mehr. :D  Aber dazu viellleicht ein anderes Mal mehr. :)

Wie sieht es bei euch aus? Ernährt ihr euch vielleicht schon vegan oder habt es in Zukunft vor? :) Haben sich dieses Jahr bei euch bestimmte Überzeugungen gefestigt?

Minimalistischer Leben: Kleiderschrank ausmisten

11/28/2015

Juhu, endlich! Ich glaube dieser Post ist schon seit Monaten geplant und endlich habe ich ihn fertiggestellt. :) Ja, das Klamotten aussortieren war seltsamerweise eine der größten Hürden während meines Minimalistischer Leben-Projekt. Meine Vorraussetzungen waren ja auch sehr...schlecht!
7 Klamottenbeutel! 7! 
Aber ja, der 1. Schritt ist immer, sich bewusst zu machen, dass man ein Problem hat. Viele der Klamotten hatte ich das letzte Mal mit 16 getragen! Wieso ich die trotzdem behalten habe? Weil viele Erinnerungen damit verbunden waren und weil ich auch einfach zu faul war, mich an das Ausmisten zu wagen. Nach meiner Ausmist-Aktion bin ich jetzt an einem Punkt angelangt, andem ich nur noch Klamotten besitze, die ich gerne und regelmäßig anziehe. Hier stelle ich euch jetzt meine Tipps und Herangehensweise vor. Viel Spaß. :) 


1. Kleiderschrank - Problem - Analyse:

Ich brauche am Morgen ewig um ein Outfit zu finden
Ich habe Dinge in meinem Schrank, die mir nicht mehr passen
Ich habe Dinge in meinem Schrank, die ich nicht mehr schön finde
Ich ziehe meistens die selben Dinge an, in denen ich mich am wohlsten fühle
(Ich ziehe eigentlich nur Kleider und Lounge Klamotten an ^^)
Mein Kleiderschrank platzt
Ich will nachhaltiger leben, aber nur wie?
Shoppen finde ich manchmal sehr anstrengend
Ich gebe zu viel Geld für Klamotten im Monat aus.

Bei all diesen Problemen kann ein minimalistischerer Lebensstil helfen. Steht ja auch schon im Titel. Sonst würde das hier alles keinen Sinn machen. ;D


2. Das Ausmisten (nach der Konmari-Methode):

Mir hat die Methode nach dem Konzept von Marie Kondo aus dem Buch Magic Cleaning sehr beim Aussortieren geholfen. Dabei muss man ALLE Teile in die Hand nehmen & sich folgende Frage stellen: Macht mich dieses Teil glücklich?  Bestenfalls muss man über die Antwort nicht zu lange nachdenken und legt das Klamottenstück auf den Behalten- oder Weitergebstapel. Ja, Bestenfalls. Dass, das nicht immer sofort klappt ist verständlich. Deshalb möchte ich euch noch meine Hilfsfragen zeigen, die man sich vielleicht beim zweiten Durchgang stellen kann, wenn bei einigen Klamotten noch Unsicherheit herscht. Einige Fragen werdet ihr schon kennen, wenn ihr bereits meinen Bücher Ausmisten-Post gelesen habt.


3. Erneuerter Durchlauf:

Wann habe ich das letzte mal dieses Kleidungsstück angehabt?
Ist es bequem? Mag ich den Stoff?
Ziehe ich es regelmäßig an?
Würde ich es, wenn ich es im Laden sehen würde, noch mal kaufen?
Passt mir das Kleidungsstück noch? Passt es zu meinem Lebenstil?
Wie schwer ist es, ein ähnliches Teil zu beschaffen?
Passt das Kleidungsstück zu meinem aktuellen Kleidungsstil?

Die letzte Frage ist besonders dann relevant, wenn man bereits weiß, was sein eigener Stil ist. Bei mir war es lustgerweise genau andersherum und mir wurde erst nach dem Aussortieren bewusst, was für einen Kleidungsstil ich eigentlich habe. :) Dieser Effekt tritt nämlich dann ein, wenn vor einem nur noch 5 ähnliche Kleider in verschiedenen Farben liegen, die man jede Woche rauf und runter trägt!

Eine weitere Frage hat mir auch sehr geholfen: Hast du dir das Kleidungsstück nur gekauft, weil du den Stil bei anderen Leuten bewundert hast? Oder weil es deinen Traum-Lebensstil verkörpert? Beispielsweise habe ich mir immer vorgestellt, dass ich sicher später mal super seriös in einem Blazer durch die Weltgeschichte laufen werde. Falsch gedacht, in die Dinger bekommt mich niemand rein. :D Das bin so gar nicht ich. Gekauft hatte ich mir damals trotzdem einen (der auch echt gut aussah). Aber natürlich habe ich ihn niemals angezogen und auch nicht vor, ihn in Zukunft noch einmal anzuziehen...


4. Kleiderschrank-Analyse, Kauf- & Antikaufliste

Nachdem man seine Klamotten aussortiert hat kann man eine kurze Liste anfertigen. Darauf hält man fest, was man regelmäßig trägt und was man so gar nicht trägt (und deshalb erst gar nicht kaufen sollte) Beispielsweise finde ich Röcke an anderen total schön. Aber ich trage eigentlich nur schlichte schnell-drüberwerf-Kleider. Beim Aussortieren habe ich bemerkt, dass ich alle meine Röcke ausgemistet habe. Röcke sind mir manchmal einfach zu kompliziert, deshalb sollte ich sie auch nicht kaufen, auch wenn sie mir im Laden oder an Anderen gefallen.

Was ich nicht trage (und daher auch nicht kaufen sollte):
  • T-shirts
  • Röcke
  • Blazer/ Kurze Jacken
  • Jeans & Hosen
  • hohe Schuhe
  • Hüte
  • kurze Ketten, Ohrringe
  • kleine Taschen

Was ich trage:
  • Kleider
  • Cardigans
  • Pullover
  • Leggings, Strumpfhosen
  • Ballerinas, Turnschuhe, Stiefel
  • Schlauchschal
  • Mäntel
  • große Taschen, Rucksack
  • Taillengürtel

5. Stark bleiben & sich die Vorteile vor Augen führen:

Nach dem erfolgreichen Ausmisten heißt es jetzt: Keine unnötigen Klamotten mehr anhäufen, die sowieso nicht glücklich machen! Und sich regelmäßig die Vorteile einer minimalistischeren Garderobe bewusst machen

Vorteile:
  • Es ist unkompliziert, weil der Kleiderschrank nur noch mit den wenigen Lieblingsklamotten gefüllt ist. Alles was man rauskramt passt und steht einem. Die morgendliche Outfitsuche wird extrem vereinfacht. Auch das Packen für Reisen geht schneller. ;)
  • Man spart Geld,weil man weniger Neues kauft und Fehlkäufe vermeidet, sobald man weiß, was man am liebsten trägt.
  • Man macht sich den Tag über keine Gedanken über sein Aussehen, weil nichts kratzt, zwickt oder rumrutscht. Man fühlt sich einfach wohl.
  • Man kümmert sich um seine Lieblingsklamotten viel besser, weil sie nicht mehr zwischen den ganzen Anderen untergehen. Außerdem will man die Lieblingsklamotten auch besonder lange besitzen, daher muss man sie in einem guten Zustand halten. Wenn man nicht mehr so viel Kaufen will, dann neigt man auch eher dazu einfach mal etwas zu reparieren, als gleich das ganze Kleidungsstück wegzuschmeißen. Das ist wiederrum nachhaltiger!
  • Ich persönlich verschwende meine Gedanken jetzt an "wichtigeres" als mein Outfit. 
  • Man kann bewusster einkaufen und shoppt weniger nach Trends. Bestenfalls weiß man genau was man sucht und was man regelmäßig tragen wird. 

 

6. Verschenken, Spenden & Upcyclen

Am Ende sollte man das beste aus den aussortierten Klamotten machen. Schließlich wurden sie einmal hergestellt und Ressourcen gingen dafür drauf. Bei einem verlorenen Knopf oder einen kleinen Riss sollte man daran denken, dass man nur Nadel und Faden braucht. :) Oben seht ihr einen älteren Oversized Pullover, den mein Freund für mich in einen Cardigan umgenäht hat. Einige meiner aussortierten Klamotten habe ich auch aufgehoben, um für meine Nähprojekte ein bisschen Übungsstoff zu haben.
Außerdem freuen sich andere vielleicht über eure (noch gut erhaltenen) Klamotten! Verschenken und Spenden ist immer eine super Idee.

7. Immer daran denken:

Man muss nicht perfekt sein!
Ich weiß z.B. dass ich Pyjamas und "Lounge" Klamotten über alles liebe. Eigentlich bräuchte ich nur zwei, habe aber 5 verschiedene Schlafanzughosen und das ist auch okay. Ich liebe sie alle und wechsele gerne zwischen den Hosen. :) Beim MinimalistischEREN Leben geht es darum zu hinterfragen, was man wirklich braucht um glücklich zu sein! Wenn mich 7 Schlafanzughosen glücklich machen, dann ist das vollkommen okay. :) Das schlimmste ist, wenn man sich selbst zu sehr unter Druck setzt, dann macht das Ganze nämlich keinen Spaß mehr und man verliert die Motivation etwas zu ändern.


Ich denke, dass es zu dem Thema noch einen zweiten Teil geben wird. Dann wird es eventuell um das Zusammenstellen einer Capsule Wardrobe gehen und um Ideen, wie man langfristig mehr aus einer minimalistischen Garderobe macht, ohne den Spaß zu verlieren. 

Was mich noch interessieren würde: Was kommt bei eurer Kleiderschrank-Problem-Analyse heraus?^^ Oder habt ihr schon eure perfekte Garderobe? Wie wichtig ist euch Nachhaltigkeit beim Klamottenkauf?
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende & bis bald :)