Bullet Journal

15 Ideen für den Herbst

9/11/2017

Herbst, Herbst, HEEEEEEERBBST! Euphorisch. Verwirrt. Eingehüllt in Decken. Teekonsumierend. Mit Wasserfarbe und Tee bekleckert. Das bin ich seit ein paar Tagen. Denn der Herbst ist da und ich kann die Sommerklamotten endlich wegpacken. Endlich durchatmen. Neue Ideen & Inspiration finden. Wem geht es auch so? Und da der Herbst auch irgendwie eine der kürzeren Jahreszeiten ist und ich NICHTS verpassen möchte, habe ich mir eine To Do-Liste gemacht. Denn oft ist es nur ein *Blink* und schon ist es Winter und der Blätterberg zum reinspringen verschwunden. Also gibt es heute 15 Ideen, um den Herbst in vollen Zügen zu zelebrieren. Und um so richtig euphorisch zu sein. Das ist man als Erwachsener nämlich nicht oft genug. Für diesen Post habe ich mir sogar extra eine Kerze angemacht & Schokolade gegessen! Hartes Leben so als Blogger.  



15 Ideen für den Herbst

1. Eine Herbstwanderung machen. Ich habe mir vorgenommen, jedes Wochenende einen langen Spaziergang ( > 2 Stunden) oder eine kleine Wanderung zu machen.
2. Kastanien sammeln, um ein paar Kindheitserinnerungen aufleben zu lassen.
3. Einen Harry Potter-Film-Marathon machen. Verteilt auf ein paar Wochenenden. Mit Popcorn und in mindestens 3 Decken eingehüllt. Der 5. Harry Potter Teil ist übrigens mein Lieblingsfilm der Reihe. Welchen mögt ihr?
4. Kürbissuppe kochen. Mit Chili, Kokosmilch & Kichererbsen.
5. Verkleiden an Halloween. Denn das habe ich leider die letzten Jahre nicht gemacht und es bereut. Am besten ein DIY-Kostüm.
6. Herbst-Deko basteln, aus natürlichen Materialien, wie Blättern, Kastanien, Steinen,...am besten Zero Waste-Style. ;)
7. Eine Zimt-Kerze kaufen. Ich würde gerne eine nachhaltige Kerze auf Sojabasis finden. Ansonsten werde ich wohl eher auf Duftöle zurückgreifen.
8. Eine Herbst Foto Tour machen. Alleine oder zu zweit schöne Motive suchen.
9. Fahrt auf dem See: Ich möchte eine Bootstour machen oder ein Tretboot ausleihen.
10. Zimt-Apfelkuchen backen. Ist schon erledigt. :D 
11. Halloween-Filme schauen - egal ob Horror- oder Kinderfilme. Halloween gehört zu meinen Lieblingsfesten und ich möchte deifinitiv eine Halloween Filmnacht machen.
12. Laternen basteln und vielleicht einen Laternenumzug machen. Das habe ich schon mal vor zwei Jahren gemacht und das war super lustig.
13. Eine neue Stadt erkunden und heißen Kakao trinken. Aus irgendwelchen Gründen gehört das einfach zusammen. :)
14. Ein Buch über Hexen lesen. Z.B. über die Geschichte der Hexenverfolgung, alte Mythen oder einfach um endlich zaubern zu lernen.
15. Ins Kino gehen (und Kekse reinschmuggeln). Für den Fall, dass es mal regnet oder einfach zu kalt ist, um Wandern oder spazieren zu gehen. 

Was sind eure liebsten Aktivitäten im Herbst? Habt ihr etwas tolles vor?

Zero Waste

Zero Waste: Zahnpasta & Mundwasser - natürlich, vegan & selbstgemacht

9/06/2017

Hallo ihr tollen Menschen :)
es ist Mittwoch Morgen und ich sitze hier ohne Kaffee!! - sondern mit einem Matcha Latte vor dem Laptop. Das muss gefeiert werden, denn ich versuche (wieder mal) aktiv meine Kaffeeabhängigkeit zu bändigen. Immer wieder eine Herausforderung! Zur Zeit sind bei mir so einige Sachen in Transformation, wie fast jeden Herbst. Viele neue Themen kommen da in mein Leben. Zero Waste ist da so ein Thema, das mich schon seit einiger Zeit bewegt. Und ich muss zugeben, dass ich es auch sehr lange vor mich hingeschoben habe, weil es sich erst Mal nach Arbeit anhört. Aber dank des Internets, habe ich mich die letzten Tage über das Thema belesen, verschiedenste Videos und DIY Anleitungen angeschaut und gemerkt, dass es gar nicht so schwer ist, wie es sich erstmal anhört. Zero Waste - also ein Leben ohne Müll ( oder zumindest so wenig Müll wie möglich im Alltag zu fabrizieren) - ist vielleicht ein natürlicher Schritt, wenn man sich erst Mal für ein minimalistischeres Leben entschieden hat. Dazu bin ich auch noch Veganer und Sozialarbeiter in the making. Also ein wandelndes Klischee. Juhu. :D Aber wenn man sich sowieso schon außerhalb der gesellschaftlichen Norm befindet, dann kann man auch noch eins oben drauf setzten.


Ok, zurück zum Thema: Ich habe mal ganz ehrlich in meinen Mülleimer (ja, in meinen Mülleimer :D) geschaut und mich gefragt, wie es jede Woche zu diesen Mengen an Müll und Plastik kommen kann? Als ich dann vor ein paar Tagen in die Drogerie ging, um mir meine Lieblingsschokoriegel nachzukaufen, habe ich dann das erste Mal so RICHTIG hingeschaut. Eigentlich sah ich vor mir nur mehrere Reihen von Plastik mit bunten Aufklebern. Ich habe mir somit offiziell gemütliche Nachmittage im DM selbst versaut, weil ich jetzt nicht mehr wegschauen kann. Als ich mich dann nach unverpackten Produkten umschaute, wurde mir bewusst: Ja, natürlich sieht dein Mülleimer zu Hause so aus, wirklich ALLES wird ja auch in Plastik eingepackt. Ein Material, das nur schwer abgebaut werden kann.
 
Zero Waste hört natürlich nicht bei der Reduktion des Plastikmülls auf. Aber gerade Verpackungsmaterialien, die mehrer 100 Jahre brauchen, bis sie abgebaut werden, sind verantwortlich für viele Umweltprobleme. Ich denke da gerade an die Plastikinseln, die in den Ozeanen rumschwimmen oder an Mikroplastik, das in den Mägen von Meerestieren gefunden wurde. Oder auch an die Weichmacher, die wir tagtäglich durch unsere verpackten Lebensmittel, Putzmittel oder Pflegeprodukte aufnehmen. Es ist wichtig, dass nicht nur auf politischer Ebene etwas getan wird, sondern auch, dass jeder einzelne Konsument seine Kaufentscheidungen und seinen Verbrauch bewusst hinterfragt und ändert. Und da es in der Stadt, in der ich momentan wohne, keinen Unverpacktladen gibt, in dem ich ökologischere, unverpackte Putzmittel, Pflegeprodukte und co. kaufen könnte, muss ich wohl zu extremeren Mitteln greifen: Selbermachen. (Werde ich auch gleich Mal meinem Blognamen gerecht ^^ )

Mein Freund - übrigens auch Veganer und Pädagoge, so ist man auch nicht alleine das wandelnde Klischee - war von der Idee begeistert, einige Bereiche bei uns zu Hause nach und nach auf Zero Waste umzustellen. Er war so begeistert, dass er in das nächste Ökogeschäft rannte und sich stolz eine eigene unverpackte Duschseife kaufte. Obwohl wir eigentlich noch Duschgel zu Hause hatten. :D Nicht ganz der Zero Waste Gedanke - aber ich wollte ihm die Freude und seinen Enthusiasmus nicht nehmen. 

Wir wollen jetzt nach und nach verschiedene Bereiche (Küche, Badezimmer,...) umstellen. Je nachdem welche Produkte gerade leer gehen. Und dann die konventionellen Produkte gegen Selbstgemachte oder zumindest natürlichere & unverpackte Alternativen austauschen. Als erstes war unsere Zahnpaste leer. Nach ein paar Recherchen habe ich verschiedene Rezepte gefunden und gleich mal die Paste angerührt. Wir waren beide ziemlich gespannt, wie es wohl werden würde. 


Rezept Zero Waste Zahnpasta (natürlich & vegan)
2 EL Kokosöl
1 EL Natron
20 - 30 Tropen natürliches Pfefferminzöl (oder mehr nach Geschmack)
Optional: 1 EL Xylit (Birkenzucker, bekommt man leider nur in einer Kunststoffverpackung bei Rossmann, dafür reicht es aber sehr lange. Angeblich auch in Unverpacktläden erhältlich.)

Herstellung
Man braucht nicht mehr als ein sauberes, verschließbares Gefäß und einen Löffel, um die Zutaten zu verschmischen. Lagert die Mischung, wenn sie zu flüssig wird im Kühlschrank. Generell dauert die Herstellung keine 5 Minuten und die einzelnen Komponenten sind sehr einfach und günstig zu erhalten. Ich hatte zu erst Bedenken, ob Natron nicht zu aggressiv für die Zähne ist. Nach ein paar Stunden Research, habe ich dann gelesen, dass herkömmliche Zahnpasten viel aggressiver als Natron wirken. Ich bin natürlich weder Arzt noch Proffesioneller Zahnpastenrührer. Deshalb muss jeder selbst für sich entscheiden, welchen Informationen er vertraut und in wieweit er Selbstversuche durchführen möchte. ;)  

Verwendung
Ein bisschen was auf die Zahnpasta geben (mit einem Löffel oder Spatel aus dem Gefäß nehmen, aus hygienischen Gründen) und losputzen. Ich habe nicht mal Wasser zum Putzen gebraucht! 

Und wie ist sie nun?
Erst Mal natürlich sehr ungewohnt, da sie nicht schäumt. Durch das Natron hat sie einen leichten salzigen Geschmack, der aber durch das Xylit etwas neutralisiert wird. Das Reinigungsgefühl hat mir (und meinem Freund) aber sehr gut gefallen. Vielleicht liegt es am Öl, aber der ganze Mund fühlt sich irgendwie gepflegt an. Kein Belag, kein Brennen. Alles top! Die Konsistenz ist natürlich auch ganz anders und ungewohnt, eher flüssig, statt cremig.   

Wirkstoffe
Natron reinigt und hellt die Zähne auf
Kokosöl wirkt antibakteriell und pflegt das Zahnfleisch
Pfefferminzöl für den typischen Zahnpasta-Geschmack und hinterlässt ein frisches Gefühl
Xylit Ist lecker! Und trotz dass es "Birkenzucker" heißt und süß schmeckt, schützt es die Zähne vor Karies.

Fazit:
Seit ein paar Tagen benutzen wir die Zahnpasta schon und sind sehr zufrieden. Trotzdem wollen wir sie erst Mal noch langfristiger testen, ob wir damit auf Dauer klar kommen. Das ungewohnte Gefühl zu Beginn wird dann sicher auch verfliegen. Ist ja auch klar, wenn man sich seit der Kinderheit mit konventioneller Zahnpasta die Zähne putzt und den typischen süßen Minzgeschmack erwartet. Dafür wissen wir genau, was in der Zahnpaste drin ist, sparen Plastik und Geld und haben eine natürlichere, plastikfreie Alternative mehr im Badezimmer. Um noch mehr das gewohnte Frischegefühl zu erreichen, habe ich noch ein Mundwasser hergestellt.


Rezept Zero Waste Mundwasser (natürlich, vegan)
1 EL Natron
1, 5 EL Xylit
20 - 30 Tropfen Pfefferminzöl
30 -50 ml Wasser

Das Mundwasser habe ich in eine 0,33 ml Flasche gefüllt, die vorher einen Yogi Tea beherbergte. Am Zero Waste Konzept mag ich besonders, dass man viele Sachen recycelt und so auf Dauer weniger Ressourcen verbraucht. (Und so muss man auch weniger oft den Müll runterbringen...hehe) Auch hier ist das Natron der Auslöser für den leicht salzigen Geschmack. Wem die reinigende Wirkung nicht so wichtig ist, kann das auch weglassen und hat dann leckeres Pfefferminzwasser. :)


Wie sieht es bei euch aus? Macht ihr euch auch Gedanken über Zero Waste? Habt ihr schon mal ein Zero Waste Rezept getestet?  

Reisen

Travel Diary: Stralsund, Heringsdorf & Binz / Low-Budget-Urlaub-Edition

8/27/2017

oder: Zu pleite für den Urlaub - wie macht man das Beste daraus?
oder: Minimalistisch Reisen (wem machen wir was vor, ich hab einfach kein Geld für Urlaub)
oder: #firstworldproblem. Hilfe, ich kann nicht auf eine tropische Insel fahren!
oder: Urlaub zu Hause: Schöne Orte in Deutschland für das Urlaubsgefühl

Ihr seht schon: dieser Post hat sehr viele alternative Titel-Optionen. Sucht euch einfach den raus, der zu eurer Situation am besten passt. :D  Alles fing damit an, dass ich zu Beginn der Semesterferien ganz wehmütig dachte: "Alles doof. Ich bin arm. Kann nicht in Urlaub fahren. Muss sparen...blöder Sommer." Aber dann, nachdem ich sehnsüchtig über den Schottland-Fotos vom letzten Jahr schwelgte, wurde mir eins bewusst: Warum nicht einfach ein paar Mini-Tripps innerhalb von Deutschland machen? Das Meer ist nicht weit und so ziemlich alle Orte kann man mit dem Zug erreichen. Kein Geld? Ist auch kein Problem, denn im Sommer kann man sich die Zeit eh am besten in der Natur vertreiben und das Meer und der Strand sind kostenlos! Außerdem bin ich doch sowieso auf dem Minimalismus-Trip: Es muss nicht immer eine tropische Insel sein, um Urlaubsfeeling aufkommen zu lassen. Mit einer positiven Einstellung kann man überall Spaß haben und Erholung finden. Heute stelle ich euch einfach mal die Orte, die mein Freund und ich im August bereist haben vor & was wir da so-gut-wie-kostenloses gemacht haben. ;)
Unser erster Tages-Ausflug ging nach Heringsdorf auf die Insel Usedom. Ehrlich gesagt hatten wir so gar keine Erwartungen an Heringsdorf - Heringsdorf klingt jetzt auch erstmal nicht so sexy, oder? ABER wir wissen ja alle: man soll ein Buch nicht nach seinen Umschlag beurteilen. Deshalb setzten wir uns einfach in den Zug und waren innerhalb von 3 Stunden schon in der kleinen Stadt angelangt. Vom Bahnhof aus braucht man nur 10 Minuten zu Fuß bis zum Strand. Das ist schon mal ein großes Plus, da man nicht ewig suchen muss (und es sowieso nicht erwarten kann bis man endlich ins Meer springen kann. ;D) Zu unserer Überraschung war der Strand überhaupt nicht voll und wir konnten uns auf unserer Picknick-Decke richtig ausbreiten. Trotz der windigen 21° C sind wir mutig ins kalte Wasser gesprungen und haben dann noch einen langen Spaziergang zur Seebrücke gemacht. Auf der Rückfahrt mit dem Zug waren wir dann so ausgepowert, dass wir gleich mal eingeschlafen sind. Ein Vorteil wenn man mit dem Zug verreist. :)


Heringsdorf hat eine sehr schöne Umgebung, mit viel Wald und einer sehr langen Strandpromenade von Bansin über Heringsdorf nach Ahlbeck kann man einen tollen, längeren Spaziergang machen. Eine super Option für alle die nicht schwimmen möchten. Es waren zwar einige Touristen da, aber dafür, dass gerade Urlaubssaison ist, hielt es sich noch in Grenzen.

Nach dem tollen Ausflug nach Heringsdorf wollten wir dann noch einen weiteren Ort an der Ostsee besuchen und haben uns für Binz auf der Insel Rügen entschieden. Auch hier braucht man vom Bahnhof nicht lange: zu Fuß ca. 20 Minuten. Binz war viel voller und touristischer, dafür hatte der Ort aber eine schöne Strandpromenade, viele Restaurants, Cafés und eine sehr hübsche Innenstadt. Die 29°C waren perfekt, um einen Tag am Meer zu verbringen. Die wirkliche Erholung kam dann aber erst, als die Sonne langsam unterging und die ganzen Touristen in die Restaurants verschwanden. :D Wir haben uns dann ein Eis (veganes Eis gibt es in Tanjas Eiscafé! Das Waltmeister- und Limonen-Eis kann ich sehr empfehlen) geholt und am Strand gegessen, während die Sonne langsam unterging.

 
Meine Low-Budget-Tipps im Urlaub
  1. Selbstversorgen bei Tagesausflügen. Für Veganer meistens schon Standard: Essen zu Hause kochen und einpacken. 
  2. Sich ein Eis gönnen, statt teuer Essen zu gehen: auf alles zu Verzichten ist im Urlaub voll doof. Ein Eis ist meistens bezahlbar und es am Strand zu genießen toppt meiner Meinung nach das 20 € - Menü im Restaurant.
  3. Muscheln sammeln, statt Souveniers shoppen. Die langen Strandpromenaden (besonders in Binz) mit den zahlreichen Geschäften sind sehr verlockend. Muscheln sammeln macht nicht nur Spaß, sondern sie sind auch noch ein schönes Souvenier. 
  4. Ganz einfach entspannen: Strand-Spaziergang, Lesen, einfach nur daliegen, Wandern. Ist alles kostenlos. Ich hab mein Strand-Buch aus der Bibliothek ausgeliehen & damit noch mal Geld gespart.  
  5. Pokemon-Go spielen: Gerade an der Strandpromenade gibt es wahnsinnig viele Pokestops und gemeinsam kann man sich an die vielen Raids wagen. :D
  6. Eine Foto-Session machen: Es gibt an jedem Ort so einiges zu entdecken.
  7. Hostel statt Hotel oder noch besser: Zelten. Mal ehrlich: Wann verbringt man schon Zeit im Hotel, wenn es draußen so viel zu sehen gibt?

Was bei solchen Urlauben ganz wichtig ist: sich einfach mal darauf einlassen. Das hat natürlich viel mit dem eigenen "Mindset" zu tun und was Enstpannung für einen persönlich bedeutet. Sommer ist Einstellungssache - ein Gefühl, das nicht an einen Ort gekoppelt ist. Was bedeutet Urlaub und Sommer für dich? Die warme Luft, die Blumen, das Gefühl von Freiheit, lange Nächte draußen verbringen, Wandern, Schwimmen, Ausschlafen, dicke Bücher lesen, faulenzen und viel zu viel Eis essen.



Mein letzter Low-Budget-Tipp lautet: mit dem Zug fahren. Ich liiiiiiebe Zug-Fahren. Wem geht es noch so? Selbst drei Stunden-Fahrten stören mich nicht mehr. Auf dem Weg zur Ostsee hat man auch immer eine schöne Aussicht auf die Landschaft, die man durchquert. Am Wochenende kann man das Schöne-Wochenend-Ticket bei der Deutschen Bahn buchen, mit dem man den ganzen Tag durch Deutschland fahren kann, wann und wo man will. Für zwei Personen kostet es 44,- € (für jede Weitere 4 €). Da mein Freund und ich nicht so weit weg von der Ostsee wohnen, konnten wir mit dem Mecklenburg-Vorpommern-Ticket zusammen für 27,-€ hin und zurück fahren. Manchmal findet man noch Mitfahrer an der Haltestelle und so wird es für alle noch mal billiger. Die Länder-Tickets gibt es, soweit ich weiß, für jedes Bundesland.


Der letzter Ausflug im August ging dann noch Stralsund mit meinem Freund und einer Freundin. Vom Bahnhof aus läuft man in die Innenstadt gerade mal 20 Minuten. Alles ist zu Fuß gut erreichbar. Gerade die Innenstadt finde ich wahnsinnig schön, mit vielen kleinen Cafés und Gassen. Hier waren wir dann sogar mal Essen und zwar im Coffifee, ein ganz kleines veganes Café, in das gerade mal 6 Personen passen. :D Dafür liebe ich die Atmosphäre und den Cheesecake (den ich leider vergessen habe zu fotografieren). Auf dem Rückweg zum Bahnhof kann man dann noch am Hafen entlang spazieren und sollte da nicht die kleine Eisdiele (ich glaube sie hieß "Stralibu"...da steht ganz groß: "Lust auf Eis" dran!) verpassen, in der es - aufgepasst - VEGANES TOFFE-EIS gibt. Die Verkäuferin war sehr nett und hat uns riesige Kugeln in die Becher gestopft. ;) Vielleicht lag es daran, dass mein Freund und ich so ungläubig und begeistert zugleich "VEGANES TOFFE-EIS???" gerufen haben. Vollgestopft mit Cheesecake und Eis, rollten wir dann - mit Zuckerschock - zurück zum Bahnhof. Auf dem Weg dahin kommt man auch noch an einen schönen Park samt See vorbei, an dem man noch schnell schöne Fotos machen kann.


Auch wenn ich zu Beginn der Ferien etwas entmutigt war, weil kein großer Urlaub anstand, hatte ich so unglaublich viel Spaß bei unseren Ausflügen. Es hat sich trotzdem wie Urlaub angefühlt und kein einziges Mal hatte ich das Gefühl, auf irgendwas verzichten zu müssen. Was ich definitiv gelernt habe, ist zufriedener zu sein mit meiner Situation, so wie sie eben jetzt ist. Wenn man immer nur nach dem MEHR strebt - mehr Geld, mehr Zeit, mehr Erlebnisse - dann kann man nie glücklich sein. Natürlich möchte ich auch noch so einiges von der Welt sehen, aber am Ende kommt es dann doch sowieso auf die Menschen an, mit denen man unterwegs ist. Und wenn die stimmen, dann kann jeder Ort zu etwas Besonderem werden. :) 

Whooo geschafft. Mal wieder ein langer Post :D Herzlichen Glückwunsch an alle, die immer so lange durchhalten! Welche Orte in Deutschland könnt ihr empfehlen? Was bedeutet für euch Sommer / Urlaubsgefühl?